Ein neuer Kinderbus für die «Alternative»

In der Arbeit mit drogenabhängigen Menschen geht es häufig auch um Kinderschicksale. Darum initiierte die «Alternative» im Jahr 1984 als erste Einrichtung überhaupt das Zwei-Generationen-Modell: Fortan mussten sich Eltern (überwiegend Mütter) nicht mehr zwischen Drogentherapie und ihrem Kind entscheiden, sondern konnten mitsamt ihrem Nachwuchs in die Therapie eintreten. Im Betreuungsnetz der «Alternative» werden Eltern von Fachpersonen in der Betreuung ihrer Kinder angeleitet und begleitet; während der Arbeit und der Therapiemodule der Eltern wird die Betreuung der Kinder von Sozialpädagoginnen und KleinkindererzieherInnen übernommen – sei es in der Sozialtherapie in Ottenbach oder im Kinderhaus «Tipi» in Birmensdorf. Kernkompetenz des umfassenden Betreuungsnetzes der «Alternative» sind Therapien für Menschen, die gegen ihre Suchtmittelabhängigkeit kämpfen. Seit 40 Jahren erhalten Substanzenabhängige – das Wort Drogenabhängigkeit greift heute zu kurz –, die häufig mit psychischen Krankheiten wie Persönlichkeitsstörungen, Depressionen, ADHS, Schizophrenie etc. zusätzlich belastet sind, in aufeinander abgestimmten Therapieprogrammen die Chance, ihr Leben zu verändern und in eine positive Richtung zu lenken. Heute begleiten 104 Professionelle rund 160 Hilfesuchende, inklusive Kinder, auf ihrem Weg in einen eigenverantwortlichen Alltag.
Innenausstattung dank Sponsoring
Die «Alternative» konnte Paul Stöckli, Franchisenehmer des Re/Max-Immobilienbüros in Affoltern, für ein Sozialsponsoring gewinnen. Mit einem namhaften wiederkehrenden jährlichen Betrag konnte die komplette Innenausstattung des neuen Kinderbusses finanziert werden. Die Mitarbeiter der «Alternative» und die Klientinnen mit ihren Kindern freuten sich am vergangenen Mittwoch über die symbolische Übergabe des Kinderbuses: Im Rahmen eines Apéros, ausgerichtet vom «Ulmenhof»-Partyservice im BistroLaden «Affair» in Ottenbach, dankten Anke Knetemann, Leiterin des Kinderbereichs, sowie weitere Vertreter der Institution Paul Stöckli und seinem Mitarbeiter Beat Wuhrmann für ihr grosszügiges soziales Engagement.
Diese finanzielle Wertschätzung dürfte die Mitarbeitenden motivieren und ihnen helfen, die Arbeit mit substanzenabhängigen Eltern und deren Kindern auch in Zukunft mit Elan bewerkstelligen zu können. (pd.)


