Bezirk Affoltern
04.06.2018

Kappel zont den Weiler Allenwinden ein

Die Einzonung des Weilers Allenwinden ist über Kappel hinaus von Interesse, da mit dieser Massnahme der Weiler auch unabhängig von der landwirtschaftlichen Nutzung lebensfähig bleibt.

von bernhard schneider

Gemeindepräsident Kurt Bär präsentierte die Rechnung: Anstelle des budgetierten Aufwandüberschusses von 233000 Franken schliesst die Rechnung mit einem Überschuss von 800000. Das Eigenkapital steigt damit auf 10,8 Millionen. Der Überschuss setzt sich je etwa zur Hälfte aus Minderausgaben und Mehreinnahmen bei den Steuern zusammen. Die Jahresrechnung wurde ohne Diskussion einstimmig gutgeheissen.

Dynamischer Ortsbildschutz

Die Teilrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO) sieht insbesondere die Einzonung des Weilers Allenwinden vor. Durch den Erlass einer Kernzone kann sich der Weiler auch dann entwickeln, wenn er nicht mehr rein landwirtschaftlich ausgerichtet ist. Ziel ist, das Ortsbild zu schützen und gleichzeitig die künftige Nutzung der Gebäude zu sichern. Die Einzonung des Weilers ermöglicht insbesondere die Umnutzung landwirtschaftlicher Nebengebäude.

Das zweite Anliegen der neuen BZO betrifft die Vergrösserung der Dachfenster auf höchstens 0.7 Quadratmeter in Kernzonen, damit die Dachgeschosse besser genutzt werden können. Drittens werden die Baubegriffe harmonisiert, damit die wichtigsten Begriffe schweizweit identische Bedeutung aufweisen. Beispielsweise wird die Gebäudehöhe neu einheitlich unterhalb der Dachkonstruktion gemessen, damit eine bessere Isolation ohne Sonderbewilligung möglich ist, wenn die Gebäudehöhe bereits vollständig ausgenutzt wird.

Die Revision der BZO wurde bereits im Rahmen einer Orientierungsversammlung diskutiert. An der Gemeindeversammlung wurden keine weiteren Fragen gestellt, worauf die Versammlung mit lediglich einer Gegenstimme die Anpassungen und die Einzonung des Weilers Allenwinden guthiess.