Bezirk Affoltern
07.06.2018

Grünes Licht für die Rollsportanlage

So soll der geplante Skaterpark künftig aussehen. <em>(Visualisierung zvg.)</em>Gemeindepräsident Stefan Gyseler (links) verabschiedet Gemeinderat Hans Amberg. <em>(Bild Marianne Voss)</em>

So soll der geplante Skaterpark künftig aussehen. (Visualisierung zvg.)

Gemeindepräsident Stefan Gyseler (links) verabschiedet Gemeinderat Hans Amberg. (Bild Marianne Voss)

Der Gemeindesaal in Hausen war am vergangenen Mittwoch sehr gut besetzt. Zu Diskussionen Anlass gab der Zusatzkredit von 230000 Franken für den Bau der Rollsportanlage im Jonentäli. Das Geschäft wurde mit grosser Mehrheit gutgeheissen.

von marianne voss

131 Stimmberechtigte waren am vergangenen Mittwoch zur Gemeindeversammlung der Politischen Gemeinde Hausen gekommen, darunter auffällig viele junge Frauen und Männer. Das spannende Traktandum an dem Abend, das die Leute aus der Stube gelockt hatte, war der beantragte Zusatzkredit für die Realisierung der schon seit vielen Jahren geplanten Rollsportanlage im Jonentäli. Bereits seit 2012 hoffen die jungen – und auch älteren – Skatefans auf diese Anlage. Zuerst war sie durch einen Rekurs blockiert, dann musste ein Planungsstopp eingelegt und ein Neustart mit einer neuen Crew gemacht werden. Wegen des schlechten Baugrunds, des Rekurses und der Neuplanung ergeben sich für den Skaterpark nun Mehrkosten von 230’000 Franken. Wie die ursprünglich bewilligten 432’000 Franken, sollen die zusätzlichen Kosten dem Erika-Wipf-Fonds belastet werden. Die neue Baueingabe für den Skaterpark ist nun eingegeben worden. Der vorgelagerte Biketrail wird analog des Erstprojekts realisiert. Die Betriebszeiten mussten stark reduziert werden. «Das war ein Zugeständnis an die Rekurrenten», erläuterte Gemeinderat Peter Reichmuth.

Eindeutiges Abstimmungsresultat

Innerhalb der langen aber sachlichen Frage- und Diskussionsrunde erklärte Gemeindepräsident Stefan Gyseler nochmals die Grundlagen: «Wir haben vor einigen Jahren von der Gemeindeversammlung den Auftrag für die Realisierung dieses Projekts erhalten und nun gesehen, dass der Bau mit dem ursprünglichen Kredit nicht möglich ist. Darum stehen wir nochmals hier damit.» Zudem seien über 200 Unterschriften von Jugendlichen eingegangen, die sich die Anlage dringend wünschten. Die Abstimmung zum Zusatzkredit war schliesslich so eindeutig, dass sich die Stimmenzähler gar nicht bemühen mussten. Mit nur einigen Gegenstimmen und einem Jubelapplaus wurde der Kredit genehmigt.

Wenn alles rund läuft, sollen nun in diesem Herbst die Baupiste erstellt und die Belastung des instabilen Baugrunds vorgenommen werden. Im Frühling 2019 folgt dann der Bau des Skaterparks und darauf im Sommer der Bau des Biketrails. Die Eröffnung ist für den Herbst 2019 vorgesehen.

Ertragsüberschuss

Auch die zwei weiteren Geschäfte, die Jahresrechnung und die kommunale Gebührenverordnung, wurden mit nur einzelnen Gegenstimmen gutgeheissen. Die Jahresrechnung 2017 schliesst bei einem Aufwand von gut 19,6 Millionen und einem Ertrag von 21 Millionen mit einem Ertragsüberschuss von 1,39 Mio. Franken ab. Das sind 1,56 Mio. Franken mehr als budgetiert. Die Gründe seien einerseits höhere Erträge aus Steuereinnahmen, andererseits Minderkosten in verschiedenen Bereichen wie Bildung oder Gesundheit, erläuterte Gemeinderätin Beatrice Sommerauer. Die Empfehlung der RPK, die Wassergebühren zu senken, könne bei der bestehenden Nettoschuld der Spezialfinanzierung nicht in Erwägung gezogen werden. Die Verzinsung der Nettoschulden der Werke und eine Korrekturbuchung bei den Grundstückgewinnsteuern – beides auch Anmerkungen der RPK – werde der Gemeinderat nachholen.

Am Schluss der Versammlung wurde Gemeinderat Hans Amberg mit Applaus und einer Flasche Wein verabschiedet. Sein Sitz geht an die neue Primarschulpflege-Präsidentin, Andrea Sidler.