Bezirk Affoltern
20.09.2018

Meliorationsprojekt Huser Allmend kommt in Bewegung

Sie sind erleichtert über das Vorangehen des Projektes. Von links: Peter Schmid, Roberto Molin (Geschäftsführer Peter Schmid Baudienstleistungen AG) und Kari Burkard (Präsident Flurgenossenschaft Hausen). Im Hintergrund die Zwischenlagerung in der Huser Allmend. <em>(Bild Marianne Voss)</em>

Sie sind erleichtert über das Vorangehen des Projektes. Von links: Peter Schmid, Roberto Molin (Geschäftsführer Peter Schmid Baudienstleistungen AG) und Kari Burkard (Präsident Flurgenossenschaft Hausen). Im Hintergrund die Zwischenlagerung in der Huser Allmend. (Bild Marianne Voss)

Das Landwirtschaftsland in der Huser Allmend mit einer Bodenverbesserung sichern – das will die Flurgenossenschaft Hausen seit bald zehn Jahren. Nun hat der Kanton die nächsten Schritte für die Umsetzung beschlossen.

von marianne voss

Früher befand sich zwischen Hausen und Rifferswil eine ausgedehnte Moorlandschaft. Ende des Ersten Weltkrieges wurde das Moor trockengelegt. Man baute für die Gasproduktion Torf ab – eine bis acht Meter tiefe Schicht. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte eine systematische Melioration mit einem Drainagensystem. Das rund 30 Hektaren grosse Gebiet, die sogenannte Huser Allmend, wurde seither landwirtschaftlich genutzt.

Das Gebiet hat sich im Verlaufe der Jahre abgesenkt. Um das Landwirtschaftsland zu sichern, hat die Flurgenossenschaft Hausen vor bald zehn Jahren eine Idee für eine Melioration erarbeitet: Gemäss diesem werden die obersten, fruchtbaren Bodenschichten (Humus) entfernt und zwischengelagert. Mit unverschmutztem Aushubmaterial, sogenanntem C-Boden, wird das Terrain angehoben – dies unter Berücksichtigung und Erstellung einer fachgerechten Entwässerung. Darauf kommt der wertvolle B-Boden – auch Unterboden genannt –, der bei vielen Bauvorhaben in der Region anfällt, und zuletzt wird mit dem Humus wieder alles abgedeckt.

Jahrelang lag das Projekt nun in Zürich auf Schreibtischen. Jetzt endlich, nach langem Warten, Bangen und Ringen hat der Kanton die nächsten Schritte für die Umsetzung beschlossen.