Bezirk Affoltern
08.11.2018

Die Kantonspolizei Affoltern in Kontakt mit der Bevölkerung

Erstmals diente die Einsatzzentrale auf vier Rädern als mobiler Polizeiposten. Im Einsatz waren unter anderen (von links) Bezirkschef Adrian Peterhans, Sonja Töller, Richard Kälin und Pascal Hügi. <em>(Bild Werner Schneiter)</em>

Erstmals diente die Einsatzzentrale auf vier Rädern als mobiler Polizeiposten. Im Einsatz waren unter anderen (von links) Bezirkschef Adrian Peterhans, Sonja Töller, Richard Kälin und Pascal Hügi. (Bild Werner Schneiter)

Wie kann man Einbrüche verhindern? Diese und andere Fragen beantwortete die Kantonspolizei am Mittwoch im Rahmen eines öffentlichen Auftritts im Bezirkshauptort. Erstmals im Kanton Zürich war auch ein Einblick in die neue Mobile Einsatzzentrale (MEZ) der Kapo möglich.

Von Werner Schneiter

Passantinnen und Passanten staunten am Mittwoch an der Oberen Bahnhofstrasse. Auf dem Merkurplatz stand ein grosses Gefährt, beschriftet mit «Polizei – Einsatzleitung». Ein schwerer Unfall oder gar ein Tötungsdelikt? Nein, glücklicherweise nicht. Kantonspolizistinnen und –polizisten unterhielten sich vor dieser imposanten MEZ mit Bürgerinnen und Bürgern. Mit entsprechenden Prospekten bewehrt, vermittelten sie auch im separaten Mobil Tipps für Einbruchprävention – genau zur richtigen Zeit: Im Herbst und Vorwinter steigt die Zahl sogenannter Dämmerungseinbrüche regelmässig. Einbrecher nutzen die früh einsetzende Dunkelheit und die Noch-Abwesenheit von Haus- und Wohnungsbesitzern für ihr illegales Tun.

Kapo-Vertreterinnen und Vertreter beantworteten aber auch andere Fragen, etwa zu Verkehrsdelikten (SVG-Vergehen). Oder sie informierten sich an diesem Mittwoch auch, wie bei einem audienzrichterlichen Parkverbot vorzugehen ist. «Einbrüche bildeten jedoch das Hauptthema», sagte Kapo-Bezirkschef Adrian Peterhans. Er hat diese neue MEZ nach Affoltern bestellen können. Erstmals stand sie der Bevölkerung dieses Jahr im Rahmen des Flughafenjubiläums zur Besichtigung offen, für den Präventionsanlass in Affoltern aber zum ersten Mal als mobiler Polizeiposten. «Normalerweise kommt die Bevölkerung zu uns auf den Posten, wenn ein Problem ansteht – wir machen es nun umgekehrt und suchen den Kontakt auch zu jenen Leuten, die vielleicht Schwellenangst haben, aber für Aufklärungsarbeit dankbar sind», so Adrian Peterhans.

In der MEZ professionell arbeiten

Über die Präventionsarbeit hinaus gestattete die Kantonspolizei auch einen Einblick in die MEZ. Diese kommt nur bei grösseren Ereignissen zum Einsatz, zum Beispiel bei kapitalen Verbrechen, bei Tötungsdelikten, Terror, Geiselnahme oder bei schweren Unfällen. Im Bezirk Affoltern war das letztmals im Oktober und Ende Dezember 2017 der Fall, bei einer Schussabgabe und Suizid in Hedingen sowie bei einem Tötungsdelikt in Affoltern. Die MEZ beinhaltet die gesamte polizeiliche Infrastruktur, die professionelles Arbeiten ermöglicht – bei Bedarf auch über eine längere Zeit. Täterbefragungen und Verhaftungen werden dann aber aus Diskretionsgründen anderswo abgehalten. Fahrzeug und Einrichtungen entsprechen dem Preis eines kleineren Einfamilienhauses.