Bezirk Affoltern
14.08.2012

Verkehrszunahmen in Obfelden und Ottenbach

Einmündung der Muristrasse beim Restaurant Hirschen in Obfelden: Geduld ist gefragt. Unmittelbar vor dem Autobahnanschluss verkehren täglich über 15000 Fahrzeuge. (Bild Werner Schneiter)

Einmündung der Muristrasse beim Restaurant Hirschen in Obfelden: Geduld ist gefragt. Unmittelbar vor dem Autobahnanschluss verkehren täglich über 15000 Fahrzeuge. (Bild Werner Schneiter)

Mit Ausnahme der Ottenbacher-strasse in Obfelden haben die Verkehrsmengen in Obfelden und Ottenbach zwischen 2010 und 2011 im kantonalen Vergleich überproportional zugenommen. Das geht aus einer regierungsrätlichen Antwort auf eine dringliche Anfrage der Kantonsräte Moritz Spillmann (SP) und Hans Wiesner (glp) hervor.

Die Muristrasse bei der A4-Zufahrt verzeichnete 2010 eine durchschnittliche Frequenz von täglich 13880 Fahrzeugen. 2011 waren es bereits 15060. Auf der Muristrasse im Dorfteil Bickwil stiegt die Zahl der täglich verkehrenden Fahrzeuge in der gleichen Periode von 5100 auf 5880. Und eine Zunahme ist auch an der Dorfstrasse in Obfelden festzustellen: 2010 verkehrten dort täglich 4850 Fahrzeuge, ein Jahr zuvor waren es 3770, im Jahr 2009 deren 3910. Weil die Wirkungskontrolle der Westumfahrung abgeschlossen ist, werden Verkehrszahlen nicht mehr überall in derselben Intensität weitergeführt – auch nicht an der Dorfstrasse in Obfelden, wo aus diesem Grund nur noch periodische Zählungen durchgeführt werden und derzeit aktuelle Zahlen fehlen. Der Verkehr hat aber in diesem Bereich weiter spürbar zugenommen.

An der Muristrasse in Ottenbach wurde – ebenfalls zwischen 2010 und 2011 – eine Zunahme von rund 400 auf täglich 6070 Fahrzeuge registriert. An der Affolternstrasse eine solche von 7390 auf 7470. Einzig an der Ottenbacherstrasse in Obfelden ging die Verkehrsbelastung markant zurück.

In der Antwort wird auch auf die zahlreichen Baustellen hingewiesen, die im Zusammenhang mit dem Bau von flankierenden Massnahmen eröffnet wurden. Der ungestörte Netzzustand werde voraussichtlich erst 2013 wieder erreicht. Auch wenn der Ost-West-Verkehr von diesen Baustellen weniger stark betroffen sei als andere Verkehrsverbindungen, könnten Einflüsse auf die Verkehrszahlen nicht ausgeschlossen werden, ergänzt die Baudirektion die Statistik. Diese zeigt im Übrigen auch, dass die Frequenzen an Wochentagen in beiden Gemeinden zwischen 7 und 8 Uhr sowie zwischen 17 und 18 Uhr am höchsten sind. Sie machen in diesen sogenannten «Rushhours» (Berufsverkehr) jeweils zwischen 6 und 10 Prozent des Tagesaufkommens aus. (-ter.)