Bezirk Affoltern
26.03.2013

Jürg Dolder wurde Ehrenmitglied

Diesmal war das Säuliamt im Vorstand noch doppelt vertreten. Von links: Jürg Dolder (Obfelden), Instruktorin Sandra Riedi (beide zurückgetreten), Bruno Ruh (Ottenbach), Nicole Häusler und Präsident Christian Meier. (Bild Thomas Stöckli)

Diesmal war das Säuliamt im Vorstand noch doppelt vertreten. Von links: Jürg Dolder (Obfelden), Instruktorin Sandra Riedi (beide zurückgetreten), Bruno Ruh (Ottenbach), Nicole Häusler und Präsident Christian Meier. (Bild Thomas Stöckli)

Der Feuerwehrverein Hedingen hat als Gastgeber überzeugt und Jürg Dolder wurde für sein langjähriges Engagement geehrt. In knapp zwei Stunden hat die DV des kantonalen Feuerwehrverbands am Freitag in Hedingen 15 Traktanden abgehakt.

von thomas stöckli

Seit bald 35 Jahren leistet er Feuerwehrdienst, hat sich in Obfelden zum Offizier hochgearbeitet, im Bezirk den Feuerwehrverband und die Jugendfeuerwehr geleitet und sich auch als Rechnungsführer im kantonalen Feuerwehrverband bewährt. Nun trat Jürg Dolder aus dem kantonalen Vorstand zurück. An die Delegiertenversammlung wird er allerdings auch künftig noch eingeladen – nicht nur als Offizier der Feuerwehr Unteramt, sondern neu auch als Ehrenmitglied, wie die 213 Stimmberechtigten auf Antrag der Verwaltungskommission einstimmig beschlossen.

Schwerpunkt Rekrutierung

 

«Wir haben Projekte, die meistens mehrere Jahre gehen», schickte Christian Meier, Präsident des kantonalen Feuerwehrverbands, seinem Jahresbericht voraus. Als Schwerpunkt nannte er die Nachwuchsförderung. So soll eine Plakatkampagne gezielt Leute ansprechen, die noch nicht vom Feuerwehrvirus infiziert sind oder mit den Worten von Meier: «die noch nicht ‹Blutgruppe F› haben.» Erstmals war die Feuerwehr an der Wehrmänner-Entlassung der Armee mit einem Stand präsent. Ein Engagement, das sich bewährt hat: Mehr als ein Dutzend spontane Neueintritte waren zu verzeichnen. «Wir sind 2013 wieder dabei», so Christian Meier. Weiter läuft in den Bezirken Affoltern und Bülach ein Pilotprojekt «Kinderfeuerwehr ab 10 Jahren», um bereits die Jüngsten für die Feuerwehr zu gewinnen (der «Anzeiger» hat berichtet).

Nicht nur Jürg Dolder, sondern auch Sandra Riedi, Vertreterin der Instruktoren, trat in Hedingen aus dem Vorstand zurück. Als neuer Rechnungsführer wurde Bernhard Erne, Uitikon am See, gewählt und als Vertreter der Instruktoren Thomas Brügger, Elgg. Die Verbands-Finanzen gaben keinen Anlass zu Diskussionen.

Ziel: Im Einsatz bestehen

 

Kurt Steiner, Chef kantonale Feuerwehr, informierte über die Pläne der Zürcher Gebäudeversicherung für die nächsten zwei Jahre. Ein Thema ist, wie man Einsatzkosten künftig transparent dem Verursacher verrechnen kann, ein weiteres, interkommunale Zusammenarbeit zu fördern. Zudem steht eine Sammelbestellung von Fahrzeugen an: «Wir hatten in den 90er-Jahren eine grosse Beschaffungs-Welle. Diese Fahrzeuge sind in die Jahre gekommen.»

Unter dem letzten Traktandum «Verschiedenes» stellte Feuerwehrinspektor Martin Stadelmann klar, dass die Resultate von Einsatz-Inspektionen nicht in geheimen Fichen landen, sondern direkt ans Kommando der jeweiligen Feuerwehr sowie an die Gebäudeversicherung gehen. «Im Einsatz sieht man, ob die Ausbildung fruchtet», begründet Oberst Stadelmann den Sinn dieser Inspektionen.

Europa- und Weltmeister

 

Für die gute Verpflegung und das feurige Rahmenprogramm war unter der Leitung von Ruedi Fornaro der Feuerwehr-Verein Hedingen besorgt. Schon vor der eigentlichen Versammlung hatte Gastreferent Andreas Haller, Leiter des Geschäftsbereichs Sonnenenergie-Systeme bei der Ernst Schweizer AG, über das Spannungsfeld Sonnenenergie und Brandsicherheit informiert: Bei Sonnenkollektoren-Anlagen gebe es keine zusätzlichen Brandlasten, so Haller, bei der Fotovoltaik gelte es zu beachten, dass die Anlage bei Tageslicht unter Spannung stehe.

Ivo Studer war es, der an diesem Abend für den letzten Höhepunkt sorgen sollte. Der Yo-Yo-Europa- und Weltmeister hatte bereits am Hedinger Dorffest das Publikum begeistert. Mit seiner Flammen-Show zog er auch die Feuerwehrleute in seinen Bann. Besonders die «Zugabe» hatte es in sich: Der Yo-Yo-Artist schnippte mit seinem Sportgerät einem «Freiwilligen» einen Zweifränkler vom Ohr.