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20.08.2013

Autobahnzubringer: Öffentliche Planauflage im März 2014

Die öffentliche Planauflage für den Autobahnzubringer Ottenbach/Obfelden findet im März 2014 statt. Das wurde nach einer Sitzung der zuständigen Gremien bekannt. Mit Blick auf die Einsprachemöglichkeit ist wohl frühestens 2015 mit einem Baubeginn zu rechnen.

von werner schneiter

Sie war überraschend deutlich, die kantonale Abstimmung vom 23. September 2012 zum Autobahnzubringer-Projekt Ottenbach/Obfelden: 62,6 Prozent sagten Ja zum Objektkredit von 38,9 Mio. Franken, und selbst die Stadt Zürich stimmte zu. Im Bezirk Affoltern fiel das Ergebnis noch deutlicher aus: Fast 70 Prozent legten ein Ja in die Urne, in Obfelden waren es gar 87,1 Prozent, in Ottenbach 75,6 Prozent. Zu den Kosten gesellt sich der Beitrag des Bundes in der Höhe von 25 Mio. Franken.

Ein halbes Jahr später als geplant

Knapp elf Monate nach dem Urnengang steht nun ein Teil des weiteren Ablaufs fest: Wie nach einer Sitzung der zuständigen Gremien (Kanton, Gemeinden, Planer usw.) bekannt wurde, findet die öffentliche Planauflage im März 2014 statt – rund ein halbes Jahr später als ursprünglich geplant. Dies wegen weiterer notwendiger Detailabklärungen, auch im Bereich des Umweltschutzes und der flankierenden Massnahmen. Diese Planauflage enthält auch eine Rekursfrist. Der weitere zeitliche Ablauf hängt natürlich davon ab, ob und wie diese genutzt wird. Sind allfällige Rekurse erledigt, folgt dann nach den Worten des Obfelder Gemeindepräsident Thomas Ammann die Ausschreibung der Arbeiten. Wann der Baubeginn des A4-Zubringers erwartet werden kann, ist zu diesem Zeitpunkt schwer voraussehbar. Für den Ottenbacher Gemeindepräsidenten Kurt Weber ist dieser wohl frühestens 2014 oder 2015 möglich. Sein Obfelder Kollege ist etwas weniger optimistisch.

Knoten bei Restaurant Hirschen in Obfelden hat Priorität

Es wird mit einer Gesamtbauzeit von mindestens drei Jahren gerechnet. Laut Thomas Ammann kann sich für die Ausführung der flankierenden Massnahmen ein viertes Baujahr hinzugesellen.

Im ersten Baujahr hat der Knotenpunkt beim Restaurant Hirschen in Obfelden Priorität – verständlicherweise, weil es dort in der Hauptverkehrszeit zu unliebsamen Wartezeiten für Fahrzeuglenker ab Ottenbach kommt. Zu den Bauten im ersten Jahr gehören laut Kurt Weber ausserdem die Spange Ottenbach, die Verbindung Affolternstrasse–Rickenbacherstrasse, der Kreisel Rickenbach und die Verbindung zum Obfelder Dorfteil Unterlunnern. Ins erste Baujahr fallen aber auch die Vorbereitungsarbeiten für die 250 Meter lange Überdeckung in Bickwil-Obfelden. «Diese aufwendigen Arbeiten erstrecken sich sicher ins vierte Baujahr», fügt Kurt Weber bei.

Am Ende des ersten Baujahres werden dann auch die Vorbereitungsarbeiten für die Umfahrung Ottenbach in Angriff genommen. Ihr gehört im zweiten Baujahr das Hauptaugenmerk, während die Brücke über den Fabrikkanal bei der ehemaligen Weberei voraussichtlich im dritten Baujahr erstellt wird.

Laut Kurt Weber wird ein Teil der flankierenden Massnahmen bereits während der Bauzeit für die Umfahrung realisiert – je nach den jeweiligen Möglichkeiten.