Bezirk Affoltern
20.04.2017

Kloster Kappel: Zweitgrösster Hotelbetrieb im Säuliamt

Freuen sich über erweiterte Kapazität im Seminarhotel und Bildungshaus Kloster Kappel, von links: Jürgen Barth, Geschäftsführer; Elisabeth Wyss-Jenny, Verantwortliche für das Kurswesen; und Markus Sahli, Theologischer Leiter, vor dem renovierten und umgebauten «Haus am See». (Bild Werner Schneiter)

Freuen sich über erweiterte Kapazität im Seminarhotel und Bildungshaus Kloster Kappel, von links: Jürgen Barth, Geschäftsführer; Elisabeth Wyss-Jenny, Verantwortliche für das Kurswesen; und Markus Sahli, Theologischer Leiter, vor dem renovierten und umgebauten «Haus am See». (Bild Werner Schneiter)

Fünf neue Hotelzimmer resultierten nach Umbau und Renovation des «Hauses am See», womit im Kloster Kappel nun 150 Betten zur Verfügung stehen. Im Säuliamt verfügt nur das «Holiday Inn Express» in Affoltern über eine grössere Kapazität.

von werner schneiter

Ein leichter Wind bläst durch die noch mit wenig Laub behangenen Bäume, und dank der Frühlingssonne spiegeln sich die Gebäude im kleinen See: Das stattliche, zur Klosteranlage in Kappel gehörende «Haus am See» erstrahlt in neuem Glanz. Zwischen 5. Februar und 5. März diesen Jahres wurde es umgebaut und einer Renovation unterzogen – für rund 1,2 Millionen Franken. Dank Rückbau einer Wohnung entstanden drei neue Hotelzimmer, zwei weitere resultierten aus dem Umbau von Büroräumen. Damit erhöht sich die Zahl der Hotelzimmer im Kloster Kappel von 75 auf 80, mit insgesamt 150 Betten – für die Preise zwischen 110 bis 125 Franken verlangt werden. Im Rahmen der reibungslos verlaufenden Arbeiten wurden auch die Badezimmer erneuert, neue Bodenbeläge und Teppiche verlegt sowie neue Farbe aufgetragen. Das «Haus am See» zählt nun insgesamt 26 Räume, wovon zwei rollstuhlgängig sind. Unter ihnen ist auch ein grosser und ein kleinerer Seminarraum. In die einmonatige Umbauphase fiel auch der Einbau eines Lifts im Konventgebäude, wo auch der Restaurationsbetrieb untergebracht ist. Im «Haus am See» wird nicht verpflegt.

Während der Arbeiten blieb der Betrieb im Kloster Kappel geschlossen. «Der Februar ist einer unserer schwächer frequentierten Monate», sagt Geschäftsführer Jürgen Barth. Die Mitarbeitenden waren während der Umbauphase angehalten, mindestens zwei Wochen Ferien zu beziehen.

Gute Auslastungszahlen

Trotz einmonatiger Betriebseinstellung sind die Zahlen im ersten Quartal vielversprechend – auch dank eines starken Monats März. Und ausserdem wird sich auch der rege Betrieb über Ostern positiv auswirken. «Wir rechnen auch 2017 mit einem guten Geschäftsjahr», prognostiziert der Geschäftsführer – darauf hinweisend, dass die Restauration massgebend ist. «Wir verdienen jeden zweiten Franken mit Essen und Trinken. Das ist im Vergleich mit anderen Betrieben aussergewöhnlich», fügt er bei. Ein gutes Geschäftsjahr: Das entspricht im Kloster 15000 bis 18000 Übernachtungen. Starke Monate in Kappel sind März, Mai, Juni, September und November. Dank gut laufendem Betrieb kann das Kloster Kappel für die Umbau- und Renovationskosten aufkommen; die Kasse der reformierten Landeskirche, die übrigens 5 Millionen Franken besser abschliesst als budgetiert, wird weiter entlastet.