Bezirk Affoltern
18.05.2017

Tanzbar und gleichzeitig hochkomplex

Die Musik von Dr. Elephant’s Revolution hört sich fast orchestral an. Mit Loops, Verzerrern und technischen Kniffen holen sie auch live alles aus Instrumenten und Stimmen heraus. (Bilder Salomon Schneider)Mr. Brown sorgt mit dem Bass für komplexe, verspielte Töne.Maggie de Vault ist die Leadstimme und spielt Guitarre.Fred Hubert hämmert manchmal fast zärtlich auf sein Schlagzeug ein und kann dabei auch ganz leise Töne anschlagen.

Die Musik von Dr. Elephant’s Revolution hört sich fast orchestral an. Mit Loops, Verzerrern und technischen Kniffen holen sie auch live alles aus Instrumenten und Stimmen heraus. (Bilder Salomon Schneider)

Mr. Brown sorgt mit dem Bass für komplexe, verspielte Töne.

Maggie de Vault ist die Leadstimme und spielt Guitarre.

Fred Hubert hämmert manchmal fast zärtlich auf sein Schlagzeug ein und kann dabei auch ganz leise Töne anschlagen.

Die Bonstetter Band Dr. Elephants Revolution taufte ihre zweite Platte

von Salomon Schneider

«Bandschiibävorfall» hiess die Plattentaufe von «We Walk», zu der handverlesene 50 Gäste in den Übungsraum eingeladen waren: «Im letzten Jahr, in dem wir intensiv an diesem Album gearbeitet haben, kamen Familien und Freunde manchmal zu kurz. Mit ihnen und natürlich unserem geduldigen Management wollten wir den CD-Release feiern», erzählt Bandleader Maggie de Vault lachend und ergänzt: «Der Abend war dementsprechend ein voller Erfolg. Die Stimmung war unschlagbar und jetzt freuen wir uns auf weitere Konzerte. Das vergangene Jahr haben wir primär im Studio an der Bachstrasse 28 in Obfelden verbracht. Mit dem neuen Album gehen wir im Sommer auf Tour.»

Eingängig, herausfordernd und manchmal brachial

Dr. Elephant’s Revolution nennen ihren Musikstil Looney. Es ist eine turbulente Mischung aus Rock, Folk, Jazz, Metal, Punk und Grunge. D.E.R. spielt dabei gekonnt mit ungewohnten Tonlagen, verschiedenen Tempi und ist dabei absolut tanzbar und hochkomplex. Ein multidimensionaler Schalk zieht sich dafür wie ein roter Faden durch das Album. «Wer auf Jazz steht, kann sich durchaus zu unserer Musik eine Zigarre anzünden, einen Rum nippen und sich an all den kleinen, verspielten Details unserer Musik erfreuen. Gleichzeitig setzen wir auf eingängige Rhythmen und manchmal durchaus brachiale Beats», erläutert Maggie de Vault. Dem Publikum schien es zu gefallen. In den vorderen Reihen wurde wild getanzt, während sich andere zurücklehnten und die Musik auf sich wirken liessen.

Das bestmögliche Resultat

Das erste Album, The Path, wurde 2013 veröffentlicht. Maggie de Vault: «Mit We Walk konnten wir Looney noch besser definieren. Wir kombinieren noch mehr musikalische Einflüsse und haben viel mehr experimentiert – waren freier, losgelöster, absurder und abstrakter. Die Album-Produktion war eine sehr intensive Zeit – wobei von Frustration über Wahnsinn bis überbordende Freude alles drin war. Schlussendlich hört sich das Resultat so an, wie ich es mir gewünscht habe. Gemessen am Budget haben wir sicher das absolute Maximum herausgeholt.»

Seit Mitte 2016 steht Dr. Elephant’s Revolution bei der Produktionsfirma dein-studio.com unter Vertrag, welche unter anderem für die CD-Produktion verantwortlich war. Dabei konnten auch viele Synergien mit der Creative-Collective GmbH genutzt werden, welche auch bei der Produktion der ersten Video-Single The Middle of Nowhere mitwirkte.

www.drelephantsrevolution.com