Bezirk Affoltern
09.10.2017

Prächtiger Samstag - grauer Sonntag

Drei Hawks und eine PC-21 in Formation, vorgeführt von Mike Stuber, Daniel Affolter und zwei weiteren Piloten. (Bilder Andrea Bolliger)Die Viper SD4 zieht den Papierflieger in die Höhe.Torsten Sutter und Niko Fräulin liessen zwei Extra 330SC, mit der Bemalung der «Equipe de voltige de l’armée de l’air», tanzen.Die fallschirmspringende Puppe ist ferngesteuert.Das Modell einer L-39C Albatros in der Bemalung des Breitling Jet Teams.

Drei Hawks und eine PC-21 in Formation, vorgeführt von Mike Stuber, Daniel Affolter und zwei weiteren Piloten. (Bilder Andrea Bolliger)

Die Viper SD4 zieht den Papierflieger in die Höhe.

Torsten Sutter und Niko Fräulin liessen zwei Extra 330SC, mit der Bemalung der «Equipe de voltige de l’armée de l’air», tanzen.

Die fallschirmspringende Puppe ist ferngesteuert.

Das Modell einer L-39C Albatros in der Bemalung des Breitling Jet Teams.

Die 38. Modellflugtage auf dem Flugplatz Hausen sind Geschichte

von Andrea Bolliger

Das prächtige Wetter lockte am Samstag fast 6000 Besucherinnen und Besucher auf den Flugplatz Hausen, am wolkenverhangenen Sonntag waren es einige weniger. Da wurden Parkplätze schnell zur Mangelware und die Schlange an den Verpflegungsständen länger und länger. Traditionsgemäss eröffnete die Modellfluggruppe Affoltern das Programm mit dem knallgelben Papierflieger, der natürlich nicht aus Papier, sondern aus Holz und Styropor gefertigt ist. Er wurde von der neuen vereinseigenen Schleppmaschine, eine Viper SD4, in die Höhe gezogen. Nach dem Ausklinken steuerte ihn Wolfgang Auth sicher an den Boden zurück. Für Spektakel am Himmel sorgten natürlich auch in diesem Jahr Daniel Affolter und Mike Stuber, die zusammen mit anderen Modellflugpiloten Formationsflüge mit verschiedenen Maschinen boten. Konkurrenz erhielten sie von Torsten Sutter und Niko Fräulin, die mit zwei Kunstflugmaschinen Extra 330SC eine spektakuläre Show boten. Manche Piloten kommentierten ihre Show. Christoph Kobel erläuterte den Kunstflug, während er sein Modell steuerte. Ein sauberer Ein- und Ausflug sei das A und O. – «Oh hopp und noch eine ‹Snap-Roll›». Es tönte so einfach, wenn man ihm zuhörte und sah, wie die bunte Kunstflugmaschine herumwirbelte, doch dahinter stecken viele Jahre Modellflugerfahrung.

Schmucke Oldtimermodelle sorgen dafür, dass das aviatische Erbe auch für kommende Generationen sichtbar bleibt. Einige Zuschauer dürften zum ersten Mal gesehen haben, wie ferngesteuerte Puppen an Fallschirmen zu Boden schwebten. Unter den Fallschirmmodell-Piloten waren auch Damen auszumachen.

Vorwiegend Männersache

Der Handel bietet mittlerweile eine grosse Auswahl an Fertigmodellen an. Prächtige Modelle wie sie in Hausen bestaunt werden können, müssen aber immer noch selber gebaut werden. Das braucht neben viel Geld und Platz auch technisches Wissen. Dies hält wohl viele Damen ab, in den Modellsport einzusteigen. Das Projekt we.fly des Schweizerischen Modellflugverbandes will die ganze Familie für den Modellflug begeistern, das Kürzel steht für «Wir fliegen im Familienverband». Jörg U. Wille, der sich Mister we.fly nennt, und das Projekt mit viel Engagement betreut, führt solche Anlässe in Zusammenarbeit mit Familienvereinen, Schulen und Modellflugvereinen durch. In Hausen bot er zusammen mit vier Modellfluglehrern rund dreissig Jungen, Mädchen und Frauen Gelegenheit, ein erstes Mal ein Modellflugzeug zu steuern.

Wiederum beehrte am Samstag eine bemannte Maschine die Flugtage. Nicht wie in den Vorjahren die Super Constellation, deren Fahrwerk bei einem Bremstest in Brand geraten war, sondern die blaue Antonov An-2 des Antonov Vereins Schweiz. Die Veranstalter sind zufrieden, denn bis auf wenige Regentropfen blieb es auch am Sonntag trocken. So musste das Flugprogramm jeweils nur kurz unterbrochen werden. Wiederum bot die «Fuchsjagd» den bunten Abschluss.