12.10.2017

Margrit Schenkel weiterhin festgehalten

Wie Recherchen des Blick ergeben haben, handelt es sich bei der im Sudan entführten Schweizerin um die Bonstetterin Margrit Schenkel.

Auf Anfrage gab das Eidgenössiche Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA bekannt, dass es sich mit der Entführung einer Schweizerin im Sudan (Darfur) beschäftige. Weitere Angaben zur Person machte das EDA nicht. Die Schweizer Vertretung vor Ort sei mit den lokalen Behörden in Kontakt und Abklärungen sind im Gange. Die Schweiz fordere eine rasche und bedingungslose Freilassung der entführten Person. Nach wie vor ist unklar, wer die Entführer sind und was sie fordern.
Erst im August war Margrit Schenkel in Bonstetten. Die über 70-Jährige reiste Mitte September noch einmal nach El Fasher, bevor sie Ende Jahr ihren verdienten Ruhestand in Bonstetten geniessen wollte. Das Tätigkeitsfeld von Margrit Schenkel ist vielfältig und umfasst die Leitung des therapeutischen Ernährungszentrums und die Mithilfe auf der Kinderstation im Spital von El Fasher. Sie war über 43 Jahre im Sudan tätig, seit 2001 ist sie im Darfur im Nordsudan, einer Konflikt- und Krisenregion. Bis heute ist die Rebellenbewegung immer wieder aktiv geworden und die Region ist nicht zur Ruhe gekommen. Hinzu kommt eine hohe Inflation, was die Versorgung mit Nahrungsmitteln sehr verteuert. (abo/pd.)