Bezirk Affoltern
11.01.2021

Schulbauten in Mettmenstetten sind auf Kurs

Das neue Schulhaus Gramatt II in Mettmenstetten soll Ende Juli bezugsbereit sein. (Bild Thomas Stöckli)

Das neue Schulhaus Gramatt II in Mettmenstetten soll Ende Juli bezugsbereit sein. (Bild Thomas Stöckli)

Ein neues Schulhaus, eine Doppelturnhalle mit Räumen für die Tagesstrukturen darüber und ein Begegnungsort mit Bibliothek – das Projekt «Raumentwicklung» ist ein grosser Wurf für die Gemeinde Mettmenstetten. Die Bauarbeiten laufen plangemäss.

Von: Thomas Stöckli

«Gramatt II» soll es heissen, das neue Schulhaus, das in Mettmenstetten ­immer mehr Konturen annimmt. Überdacht war es bereits vor dem Jahreswechsel und so laufen auch die Arbeiten am Innenleben unabhängig von Witterungseinflüssen weiter. Der Bezug ist für Ende Juli vorgesehen, pünktlich zum Start des Schuljahrs 2021/22. Die Alte Sennerei als neue Bibliothek mit Begegnungsort soll Ende August fertig sein (Eröffnung: Mitte September 2021) und die Turnhalle Gramatt mit den Tagesstrukturen darüber im Januar 2022. Da der Abbruch der alten Turnhalle bereits Ende August losgeht, müssen sich ­Primarschule und Vereine für einige ­Monate mit reduziertem Turnhallenraum arrangieren.

«Wir sind völlig auf Kurs», sagt Beat Bär, Leiter des Bauausschusses. Die Bauarbeiten laufen fast problemlos und auch was die Kosten anbelangt, erwartet er im Rahmen des bewilligten Budgets zu ­bleiben. Das ursprünglich formulierte finanzielle Ziel, das Bauprojekt möglichst ohne Steuererhöhung stemmen zu können, sei allerdings gefährdet, ­bedingt durch weitere grössere Investitionen wie zum Beispiel in die Abwasserreinigung und die noch nicht abschätzbaren finanziellen Auswirkungen durch die Corona-Pandemie. So rechnet Bär mit höheren Sozialausgaben und gleichzeitig tieferen Steuereinnahmen; beides würde sich negativ auf die Erfolgs­rechnungen der kommenden Jahre ­auswirken.

Sparen und allenfalls Liegenschaften verkaufen

Innert zehn Jahren die anstehende Fremdverschuldung um rund 15 Mio. auf 10 Mio. Franken zu reduzieren, das hat sich der Gemeinderat im ­Zusammenhang mit dem Bauprojekt «Raumentwicklung» vorgenommen. «Nun geht es in Anbetracht der durch die Pandemie bedingten finanziellen ­Unsicherheiten darum, ob man an den finanzpolitischen Zielen festhalten oder sie anpassen will», führt Finanzvorstand Beat Bär aus. «Es wird nötig sein, dass wir so rasch als möglich Korrekturmassnahmen ergreifen, wenn wir unsere Ziele trotz Corona­krise erreichen ­wollen.»

Um also in einem Jahr, wenn die Auswirkungen der Pandemie wohl ­besser abschätzbar sind, keine Überraschungen zu erleben, seien nun alle Ressorts der Politischen Gemeinde mit einem breit abgestützten Programm daran, die Aufwände im laufenden und in den nächsten Jahren massgeblich zu senken, Möglichkeiten zur Erhöhung der Erträge wahrzunehmen – vorerst ohne Steuersatzerhöhung – und auch weitergehende Veräusserungen von ­unrentablem Finanzvermögen ins Auge zu fassen.