Bezirk Affoltern
11.03.2019

Gemeinsamer Auftritt vor den Wahlen

Im Türmlihaus in Wettswil auf dem Podium, von links: Olivier Hofmann (FDP, Hausen, bisher), Thomas Steinmann (EDU, Rifferswil) und Ronald Alder (GLP, Ottenbach, bisher). <em>(Bilder Werner Schneiter)</em>Im LaMarotte in Affoltern auf dem Podium, von links: Daniel Sommer (EVP, Affoltern, bisher), Hannah Pfalzgraf (SP, Mettmenstetten, bisher) und Hans Finsler (SVP, Affoltern, bisher).In der Löwen-Bar in Hausen auf dem Podium, von links: Martin Haab (SVP, Mettmenstetten, bisher), Kurt Meister (CVP, Obfelden) und Thomas Schweizer (Grüne, Hedingen). <em>(Bild Thomas Stöckli)</em>

Im Türmlihaus in Wettswil auf dem Podium, von links: Olivier Hofmann (FDP, Hausen, bisher), Thomas Steinmann (EDU, Rifferswil) und Ronald Alder (GLP, Ottenbach, bisher). (Bilder Werner Schneiter)

Im LaMarotte in Affoltern auf dem Podium, von links: Daniel Sommer (EVP, Affoltern, bisher), Hannah Pfalzgraf (SP, Mettmenstetten, bisher) und Hans Finsler (SVP, Affoltern, bisher).

In der Löwen-Bar in Hausen auf dem Podium, von links: Martin Haab (SVP, Mettmenstetten, bisher), Kurt Meister (CVP, Obfelden) und Thomas Schweizer (Grüne, Hedingen). (Bild Thomas Stöckli)

Gegeneinander kämpfen sie am 24. März um die sechs Kantonsratsmandate, am Samstag haben sie sich gemeinsam der Bevölkerung präsentiert, die Spitzenkandidaten der acht im Knonauer Amt aktiven Parteien.

von thomas stöckli

Eines ist typisch für Wahlveranstaltungen: Angelockt werden fast ausschliesslich jene, die ihre Meinung bereits gemacht haben. Trotz aller Bemühungen der interparteilichen Konferenz (IPK), die Spitzenkandidaten in die Dörfer zu bringen, war das auch vergangenen Samstag nicht anders. An der ersten Station, dem Türmlihaus in Wettswil, waren die Kandidierenden noch fast unter sich, am Mittag in Affoltern und am Nachmittag in Hausen sollten sich doch noch etwas mehr Interessierte zeigen.

Der «Anzeiger» war in Hausen dabei. Ein Thema war hier neben der Spitaldebatte auch die nachlassende Solidarität: In früheren Jahren sei es im Knonauer Amt Tradition gewesen, Aufgaben gemeinsam zu lösen, blickte Moderator Werner Schneiter zurück. Diese sei gebröckelt, wie die Beispiele der Sozialdienste und der Spitex-Austritt von Affoltern belegen.

Thomas Schweizer, Spitzenkandidat der Grünen, sieht fehlendes Zusammengehörigkeitsgefühl als die Hauptursache für diese Entsolidarisierung: «Die Gemeinden schauen vermehrt nur noch auf sich, ich bedaure das sehr.» Als gesellschaftliches Problem nimmt dies SVP-Spitzenkandidat Martin Haab wahr: «Uns geht es zu gut. Die Leute sind immer weniger bereit, sich für die Allgemeinheit einzusetzen.»

In der Kurz-Vorstellungsrunde kamen dann auch die 15 weiteren anwesenden Kandidaten zu Wort, so auch die amtierenden Kantonsräte. Olivier Hofmann, FDP, appellierte daran, der hohen Lebensqualität in der Region Sorge zu tragen. Ronald Alder, GLP, hob den wirtschaftlichen Nutzen von grünen Anliegen hervor, Daniel Sommer, EVP, argumentierte für eine gewerbefreundliche Politik und Hannah Pfalzgraf, SP, für mehr Gleichberechtigung.