Bezirk Affoltern
28.05.2019

«Turner und Schwinger – starke Partner des Regierungsrates»

OK-Präsident Mirco Kurt (rechts) und OK-Mitglied Karin Niederberger mit Regierungsrat Mario Fehr, der sich am Regionalturnfest in Obfelden sichtlich wohlfühlte.<em> (Bild Werner Schneiter)</em>

OK-Präsident Mirco Kurt (rechts) und OK-Mitglied Karin Niederberger mit Regierungsrat Mario Fehr, der sich am Regionalturnfest in Obfelden sichtlich wohlfühlte. (Bild Werner Schneiter)

Dass sich Zürcherinnen und Zürcher möglichst viel bewegen, sei das Ziel des Regierungsrates. Das könne nur mit starken Partnern wie Turnern und Schwingern erreicht werden, sagte Regierungsrat Mario Fehr in seiner kurzen Festansprache am Regionalturnfest in Obfelden und hob dabei die wertvolle Arbeit der Vereine hervor.

Von Werner Schneiter

Dass der Sicherheitsdirektor am Sonntag locker gekleidet nach Obfelden kam, liegt einem Schlüsselerlebnis zugrunde. Als er 2002 am Kilchberg-Schwinget als Gast, damals noch Stadtrat von Adliswil, mit Krawatte das Festzelt betrat, wurde er verwundert gefragt: «Was bist denn du für einer?» Aber auch schon damals zählte Volksnähe zu den Merkmalen des SP-Regierungsrats, dem der regelmässige Besuch von Schwing- und anderen Festen zur Herzensangelegenheit geworden ist – fasziniert von der tadellosen Organisation, vom kulinarischen und kulturellen Rahmenprogramm.

Dass sich Turner und Schwinger auch für den Staat, die Politik und für die Gesellschaft engagieren, hob Fehr lobend hervor. Er bezeichnete sie als historische Wegbereiter der Schweizer Sportvereinskultur, die ihre Bedeutung auch in der heutigen Zeit behalten. «Gerade solche Grossanlässe wie hier in Obfelden stellen das unter Beweis», sagte der Zürcher Sportminister. Er bezeichnete Turner und Schwinger als starke Partner des Zürcher Regierungsrates, die ihn beim Ziel, dass sich Zürcherinnen und Zürcher möglichst viel bewegen, vorbildlich unterstützen. «Und sie tragen dabei auch Ideale in die Gesellschaft hinein, auf die wir dringend angewiesen sind: gegenseitigen Respekt und Einsatz für den friedlichen Wettkampf.»

Im Gespräch mit dem «Anzeiger» hob dann Fehr nach seinem Grusswort auch den wertvollen Einsatz von Vereinen in Sachen Integration von Menschen aus anderen Ländern und Kulturen und die Jugendarbeit hervor. «Ich war während 16 Jahren Stadtrat in Adliswil und weiss, was Vereine leisten, wie sie mit ihrem breiten Angebot durchs Leben begleiten. «Sport macht, was die Politik nicht kann. Deshalb ist es wichtig, dass die Politik hier mit finanziellen Beiträgen etc. Unterstützung leistet», sagte er am Rande des Festes, derweil er Jugendlichen immer wieder den das Feld verlassende Ball elegant zurückspielte.

«Alles richtig gemacht»

Für diese wertvolle Unterstützung des Kantons bedankte sich OK-Präsident Mirco Kurt beim regierungsrätlichen Gast. «Zusammen mit den Sponsoren der Kanton uns damit zum Erfolg verholfen», fügte er bei. Und von einem Erfolg kann man bereits nach diesem ersten Wettkampfwochenende sprechen: «Die Wettkampfleitung hat uns für die Anlagen ein Lob zukommen lassen; Nachbesserungen waren keine nötig, höchstens die Korrektur von Details – das zeigt: Wir haben bisher alles richtig gemacht», so Mirco Kurt, erleichtert auch darüber, dass bislang alles unfallfrei abgelaufen ist und die Resonanz aus der Bevölkerung durchwegs gut ist. Verblüfft hat ihn der grosse Ansturm am samstäglichen Partyabend im Festzelt.

Erleichtert, aber auch etwas müde. Was nicht weiter verwundert. Ein solches Mammutfest stemmen, ist nur dank riesigem Aufwand und Engagement vieler möglich. Die ersten Vorbereitungen liegen vier Jahre zurück. 30-mal hat das sogenannte Kern-OK getagt, dazu kamen über 100 Ressortsitzungen. Für reibungslose Abläufe sorgen auch weit über 300 Helferinnen und Helfer, die zu 90 Prozent aktive oder ehemalige Mitglieder von Dorfvereinen sind.