Bezirk Affoltern
18.02.2021

Zum Kerzenlicht-Dinner mit dem Camper

Remo Buob (2. v. l.) und seine Freunde bei einem ihrer regelmässigen Take-away-Lunches und -Dinners auf dem Parkplatz vor dem «Central» in Affoltern. (Bilder zvg.)
Das Fernsehen war mit dabei, als Els Imhof und ihr Team 
das Essen für die Camper draussen zubereiteten.

Remo Buob (2. v. l.) und seine Freunde bei einem ihrer regelmässigen Take-away-Lunches und -Dinners auf dem Parkplatz vor dem «Central» in Affoltern. (Bilder zvg.)

Remo Buob (2. v. l.) und seine Freunde bei einem ihrer regelmässigen Take-away-Lunches und -Dinners auf dem Parkplatz vor dem «Central» in Affoltern. (Bilder zvg.)
Das Fernsehen war mit dabei, als Els Imhof und ihr Team 
das Essen für die Camper draussen zubereiteten.

Das Fernsehen war mit dabei, als Els Imhof und ihr Team

Der Wettswiler Remo Buob und seine Freunde zeigen auf, wie man trotz Corona-Massnahmen das Gemeinschaftsgefühl fördern und Restaurants unterstützen kann.

Von: Urs E. Kneubühl

Um gute Ideen ist Remo Buob nie verlegen und auch an deren Umsetzung hapert es bei ihm nicht. Kurzum organisierte er so kürzlich einige seiner ­Camper-Freunde, mit denen er sich – nach Voranmeldung – zum Kerzenschein-Dinner auf einem Restaurant-Parkplatz verabredete. «Ich wollte etwas für das Gemeinschaftsgefühl tun und gleichzeitig Restaurants unterstützen. Im Restaurant hat man für uns gekocht, das Dinner mit Getränken an unsere Camper und Wohnmobile geliefert und wir haben dieses dann bei Kerzenlicht in unseren Autos genossen, inklusive Dessert und Kaffee», erklärt er. Seither treffen sich Buob und seine Freunde regelmässig zu solchen Events – «ein- bis zweimal wöchentlich, wenn möglich», wie er festhält – und geniessen dabei ihren Take-away-Lunch oder das -Dinner auf dem Parkplatz vor einem Restaurant in der näheren oder weiteren Um­gebung.

Am kommenden Wochenende ist der nächste solche Ausflug festgesetzt und «es interessieren sich glücklicherweise immer mehr Leute für diese gemeinsame Unterstützungsaktion; jedenfalls habe ich eine Menge Anfragen ­bekommen», freut sich der Wettswiler.

Ein Zeichen setzen – vieles ist möglich!

Über Remo Buobs Camper-Dinner ­berichtete auch schon Tele Züri. «Uns war es wichtig, ein Zeichen zu setzen und publik zu machen, dass – trotz aller Einschränkungen – vieles möglich ist. Treffen mit Freunden, selbstverständlich mit Maske und unter Wahrung der Abstandsregeln, Stärkung des Gemeinschaftsgefühls und Unterstützung für die gebeutelten Restaurants», hält er fest und ergänzt: «Dazu braucht es nicht einmal einen Camper oder ein Wohnmobil, man kann dies auch mit dem PW ­machen: Freunde zum Mitmachen aufrufen, ein Restaurant kontaktieren, zur verabredeten Zeit mit den Autos auf den leeren Parkplatz des Restaurants fahren, sich das Essen ins Auto bringen lassen und es dort verzehren.» Seinen ­Freunden und ihm sei es wichtig, weitere Menschen zu motivieren, Gleiches oder ­Ähnliches zu tun. «Fassen Sie sich ein Herz, packen Sie die Möglichkeiten und helfen Sie», fordert er direkt auf. Es sei keine Hexerei, etwas für die Gemeinschaft zu tun und die Freude auf weitere solche Ausflüge sowie die Fröhlichkeit, die dabei jeweils herrsche, seien sehr willkommene Lichtblicke in diesen trüben ­Zeiten.