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30.08.2021

Ein Stück Normalität zurück

Generalversammlung der Standortförderung auf dem Bauernhof Stöckweid in Knonau: Da alle Teilnehmenden geimpft waren, konnte «ein Stück Normalität» einkehren. (Bild Bernhard Schneider)

Generalversammlung der Standortförderung auf dem Bauernhof Stöckweid in Knonau: Da alle Teilnehmenden geimpft waren, konnte «ein Stück Normalität» einkehren. (Bild Bernhard Schneider)

«Schön, dass ihr alle geimpft seid, so können wir wieder näher zusammenrücken und einen Schritt auf eine Normalität zu machen», begrüsste Präsident Marcel Strebel 50 Mitglieder des Vereins Standortförderung auf dem Bauernhof Stöckweid in Knonau. Er empfahl, Zögernde mit dem guten Beispiel und – als Arbeitgeber – mit Impfen während der Arbeitszeit zu überzeugen.

Von: Bernhard Schneider

Führen als Vorbild war das durchgehende Thema der Generalversammlung. Dazu zählte auch, dass alle 14 Gemeinden mit mindestens einer Vertreterin oder einem Vertreter teilnahmen und damit die Bedeutung unterstrichen, die sie dem regionalen Austausch und der regionalen Zusammenarbeit beimessen.

Johannes Bartels ging im Schnellzugstempo durch die Jahresberichte der Standortförderung und der Energie-region. Da beide Dokumente auf der Website der Standortförderung, knonauer-amt.ch, abgerufen werden können, beschränkte er sich auf kurze Blitzlichter, um die Vielfalt der Aktivitäten zu spiegeln. Unterstützt wurde er dabei von den Projektverantwortlichen, die je ein kurzes Statement zum Stand ihrer Arbeiten abgaben.

Trotz Corona führte die Standortförderung im Vorjahr sechs Events durch, angefangen mit einem Abend zur Künstlichen Intelligenz über die Feier zum zehnjährigen Jubiläum der Energieregion, die Generalversammlung, den Testlauf auf dem Energieweg und den Immo-Zmorge zur Vernissage des Films Energieregion, die auch online mitverfolgt werden konnte und noch immer auf der Website der Standortförderung abgerufen werden kann.

Biodiversität schrittweise fördern

Auch der Aufbau des Projektes Naturnetz fand vor allem online statt. Projektleiter Nathanael Wenger erläuterte, dass im Rahmen von Zoom-Workshops mit Werkhofmitarbeitenden und Gemeinderatsmitgliedern, Bauern, Fischern, Jägern, Förstern und Vereinen möglichen Synergien und Konfliktfeldern nachgespürt wurde. Als erstes konkretes Teilprojekt wird das Neophyten-Problem regional angegangen, wobei auch relevante nationale Institutionen nicht vergessen gehen: «Wir bauen Druck auf gegenüber den SBB und dem für die A4 zuständigen Bundesamt ASTRA, damit auch sie auf ihren Geländen auf die Pflege der Biodiversität achten.»

Verantwortlich für das Projekt Energieregion ist Raphael Frei. «Wir sind auf Kurs», hielt er fest: Mit aktuell 28% Wärme und Strom, die regional produziert werden, liegt der Wert von 2020 exakt auf der Kurve, die einen Eigendeckungsgrad von 80% im Jahr 2050 erwarten lässt. Zusätzlichen Schub soll das neue Projekt Photovoltaik auf Betrieben ­geben. Das Pilotprojekt Energieberatung für Siedlungen, entwickelt zusammen mit der Gemeinde Mettmenstetten mit einer Siedlung mit 35 Eigentümern, wurde erfolgreich gestartet. Der Stalliker Informationsanlass zu Heizen ohne Erdöl wurde wegen der Corona-Massnahmen gleich zweimal durchgeführt angesichts der Anzahl der Interessentinnen und Interessenten.

Charles Höhn ergänzte, dass sich die vor zehn Jahren entstandene Idee einer Überdeckung der Autobahn mit Fotovoltaik inzwischen konkretisiert habe. Drei Abschnitte mit einer Länge von insgesamt 2.5 Kilometern sollen zur Stromerzeugung genutzt werden. Noch offen ist, ob gleichzeitig Energie aus Wind gewonnen werden kann. Bereits hätten mehrere Investoren ihr Interesse angemeldet.

Label für regionale Produkte

Sabine Weisbrod stellte das Projekt Regional-Label vor. Dieses soll nachhaltige Produkte aus dem Knonauer Amt kennzeichnen, nicht nur Lebensmittel, sondern auch handwerkliche Arbeiten. Da viele Produkte am Ende einer Lieferkette auf den Markt kommen, werden auch Kriterien für zugekaufte Stoffe definiert. Die Lancierung ist für 2022 vorgesehen.

Claudia Ledermann und Thomas Näf stellten das Projekt vor, das junge Leute in der Region motivieren soll, einen Lehrberuf zu ergreifen. In der Kampagne wird ein zu diesem Zweck gestaltetes Video eingesetzt. Zur Motivation soll auch der Lehrabschlusspreis beitragen, der gemeinsam vom Arbeitgeberverband, dem Lehrstellenforum und der Standortförderung des Bezirks vergeben wird.

Weitere aktuelle Projekte betreffen den Tourismus und den Zweiradverkehr. Mit QR-Codes soll an verschiedensten Orten Wissenswertes aus unterschiedlichen Fachgebieten vermittelt werden. Ein anderes Projekt will den Velo- und E-Bike-Verkehr mit einfachen Mitteln, namentlich besserer Signalisierung, sicherer machen und gleichzeitig schnelle Zweiräder, insbesondere schnelle E-Bikes und Rennräder, vom Fussverkehr trennen.

Gemeinsam für die Region

Standortförderer Johannes Bartels bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit zwei Organisationen, die ebenfalls den Bezirk Affoltern im Fokus haben: dem Verband der Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten (GPV) der Region und der Zürcher Planungsgruppe Knonauer Amt (ZPK). Beide Gremien waren am Anlass vertreten, der GPV mit seiner Präsidentin Gabriela Noser Fanger, die ZPK von Präsident Christian Gabathuler, die gleichzeitig den Gemeinderäten von Ottenbach beziehungsweise Maschwanden vorstehen.

Als Gastorganisation stellte sich zum Abschluss der Generalversammlung die Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirks (GGA) vor. Sandra Claus und Georges Köpfli erläuterten, dass die GGA vor 200 Jahren Aufgaben übernahm, die später von der öffentlichen Hand übernommen wurden. Erste Meilensteine waren die Gründung der Sekundarschule Mettmenstetten und des Spitals Affoltern.

Neuere Werke der GGA sind der Ämtlerweg, die Volkshochschule des Bezirks, Kunstausstellungen und kulturelle Ausflüge. Zudem unterstützt sie Projekte Dritter, etwa das Familienzentrum Affoltern oder das Kleinkraftwerk Ottenbach. Kernaufgabe der GGA sei, die Gesellschaft zusammenzuhalten.

Damit schloss sich der inhaltliche Kreis: Auch im Rahmen der GGA setzen sich seit zwei Jahrhunderten Persönlichkeiten mit Vorbildcharakter für gemeinschaftliche Aufgaben ein. Der anschliessende Apéro diente einem weiteren Ziel des Vereins Standortförderung: der Vernetzung. Da die Mitgliedschaft allen offen steht, ist von deren Vernetzungsanlässen niemand ausgeschlossen.

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