Vermischtes
14.10.2021

Auch nach dem Pächterwechsel: «Central bleibt Central»

Die neue «Central»-Pächterfamilie mit Wirtin Els Imhof, die per Anfang 2022 übergibt. Von links: Roman und Sandrina Seematter, Els Imhof, Werner und Mirco Kurt. (Bild Werner Schneiter)

Die neue «Central»-Pächterfamilie mit Wirtin Els Imhof, die per Anfang 2022 übergibt. Von links: Roman und Sandrina Seematter, Els Imhof, Werner und Mirco Kurt. (Bild Werner Schneiter)

Auch nach dem Pächterinnenwechsel von Els Imhof zur Familie Kurt aus Obfelden bleiben ab Anfang 2022 die ­charakteristischen Eigenschaften des ­Restaurants Central in ­Affoltern erhalten. Eine Frischkur ist aber angesagt.

Von: werner schneiter

Els Imhof führt das «Central» in Affoltern seit 2008 mit grossem Erfolg. Auf Ende Jahr will sie sich aber als Pächterin zurückziehen und übergibt die Schlüssel des Traditionshauses an die Familie Kurt aus Obfelden, Inhaberin von Kurt Wohndesign. «Wir haben grossen Respekt vor der Arbeit, die Els ­Imhof in ihren 13 Jahren geleistet hat. Es ist eine grosse Ehre, einen so exzellent geführten und erfolgreichen Betrieb weiterführen zu dürfen», betonen die neuen Pächter. Für sie geht nun ein schon seit längerer Zeit gehegter Wunsch in Erfüllung. «Unsere Absicht, im sogenannten Langhaus auf dem Areal der ehemaligen Stehli Seiden in Obfelden ein Restaurant zu errichten, liess sich insbesondere aus baulichen Gründen nicht umsetzen», halten ­Werner Kurt und Sohn Mirco fest. Sie sind zusammen mit Mircos Schwester Sandrina und deren Ehemann Roman Seematter Pächter.

Vor rund einem Jahr ergab sich die Chance einer Übernahme des Restaurants Central. In Gesprächen mit der Inhaberfamilie Furrer offenbarte sich eine Lösung, die in der Unterschrift unter einen 10-jährigen Pachtvertrag gipfelte. «Es waren sehr gute, kon­struktive Gespräche mit den Geschwistern Furrer – auch ihnen ist wichtig, dass das Restaurant seine charakteristischen Eigenschaften behält», betonen die neuen Pächter. Sie freuen sich auf diese Herausforderung und darauf, dass der Region ein markantes Lokal erhalten bleibt, nicht etwa zu einem Sterne-Lokal wird, sondern für alle Bevölkerungsgruppen Anziehungspunkt ist. Die Speisekarte wird verkleinert und häufiger gewechselt, das Gewicht auf noch mehr Regionalität gelegt. «Tatar aber, das werden wir auch in Zukunft anbieten», ergänzt Mirco Kurt.

Offen ist das Restaurant auch am Samstag – allerdings über Mittag ohne A-la-Carte-Service, jedoch mit kleineren Speisen, die einen Apéro ergänzen können. Am Sonntag ist Ruhetag, aber auf Voranmeldung wird für Geburtstage, Taufen etc. geöffnet.

Renovation nicht im grossen Stil

Natürlich wird das «Central» einer Frischkur unterzogen, auch sanft renoviert – und zwar ab der zweiten Januarwoche 2022. Geplant sind neue Bodenbeläge, neue Stühle, neue Textilien und neue Fenster. Es gibt einen runden Tisch, an dem zehn Personen essen können sowie einen Hochtisch, der als Stammtisch dienen kann. Das Buffet wird ersetzt und ähnlich aufgebaut, das Cheminée hat weiter seinen Platz. Das Säli wird in akustischer Hinsicht verbessert mit dem Ziel, dass Gruppen bei Anlässen ungestört tagen können. Die vorhandenen, markanten Nussbaum­tische bleiben, ebenso der Rosenkiosk von Walter Grimmer. «Das Central bleibt das Central», versichern die neuen Pächter, die bei der Renovation auch mit Handwerkern aus der Region zusammenarbeiten werden und klarmachen: «Das Restaurant wird nicht zum Ausstellungsobjekt von Kurt Wohndesign.»

Die offizielle Eröffnung ist auf Anfang März 2022 geplant, es ist aber auch vorgesehen, ab der dritten Januarwoche und im Februar im Aussenbereich mit einem geheizten Zelt ein Provisorium zu errichten. Die Terrasse wird mit neuem Mobiliar und einer neuen Beleuchtung ausgestattet.

Führungscrew komplett

Neue Geschäftsführerin wird Claudia Hofmann, die mit ihrer Familie seit 13 Jahren im Knonauer Amt lebt. Sanja ­Cisarik, die dem «Central» schon lange treu ist und die Küche mit viel Herzblut führt, bleibt weiterhin Küchenchefin. Jessica Kraaz wird zur Chefin de Service befördert. Der grösste Teil der heutigen Mitarbeitenden bleibt dem «Central» auch nach dem Pächterwechsel erhalten. Und im Hintergrund ist Mirco Kurts Lebenspartner Philipp Krapf zusammen mit der Familie Kurt in der Geschäftsleitung dabei. Er ist eidgenössisch diplomierter Leiter Restauration und ausgebildeter Koch EFZ.