Bezirk Affoltern
11.07.2022

«Eine Wertepartei, die konstruktiv arbeitet und Erfolg hat»

Gut gelaunt am Jubiläumsfest der EVP Affoltern auf dem Hof der Familie Frutiger in Zwillikon: Regierungsrat Mario Fehr (von links), Nationalrätin Lilian Studer, EVP-Regierungsratskandidat Daniel Sommer und EVP-Fraktionspräsident Markus Schaaf. (Bild Werner Schneiter)

Gut gelaunt am Jubiläumsfest der EVP Affoltern auf dem Hof der Familie Frutiger in Zwillikon: Regierungsrat Mario Fehr (von links), Nationalrätin Lilian Studer, EVP-Regierungsratskandidat Daniel Sommer und EVP-Fraktionspräsident Markus Schaaf. (Bild Werner Schneiter)

Eine Partei, die sich konstruktiv mit aktuellen Problemen auseinandersetze, Werte hochhalte, in Affoltern erfolgreich agiere und im Kantonsrat Mehrheiten beschaffen könne: Regierungsrat Mario Fehr lobte die EVP ­anlässlich des 60-Jahre-Jubiläums der Ortssektion Affoltern.

Von: Werner Schneiter

Auf dem Hof der Familie Frutiger in Zwillikon brannte es in der Feuerschale schon am frühen Abend, was den Leitspruch der EVP Affoltern sichtbar machte: «Politik mit Feuer». Was Regierungsrat Mario Fehr erst verunsicherte, weil er erst an Feuerausbruch dachte und daran, dass er «seine» Kapo mitsamt der Feuerwehr ausrücken lassen muss. Seine launenhaften Begrüssungsworte dehnte der Adliswiler dann aber auch auf die nachbarschaftlichen Beziehungen zum Säuliamt aus. Adliswil sei zwar stolz auf die Luftseilbahn, aber die ende auf Säuliämtler Boden genauso wie fast alle anderen Destinationen auf Albiskette und Üetliberg. «Darunter leiden wir im Sihltal ein wenig.»

Damit verliess er dann den Spassbereich und setzte ein Loblied auf die EVP an – auf eine Partei, die im Gegensatz zu anderen, immer noch präsent sei, sich bei ihrer politischen Tätigkeit auf christliche Grundwerte stütze und sich konstruktiv mit aktuellen Problemen auseinandersetze. Im Kantonsrat sei die Partei mit ihren acht Vertreterinnen und Vertretern oft «Königs­macherin. «Ich bin ihr da manchmal dankbar für die Hilfe», so Fehr, für den die EVP im Parlament «im Durchschnitt die besten Parlamentsmitglieder» stelle. Das dritte Jahr der laufenden Legislatur sei ihr bestes, und sie verfüge über überdurchschnittlichen Einfluss, betonte der Sicherheitsdirektor, für den die Partei in Affoltern erfolgreich agiere, auch mit der Wahl von Eveline Fenner als Stadtpräsidentin und Markus Gasser als Stadtrat.

Kalkulierbare Mogelpackung

Und da ist natürlich noch Kantonsrat Daniel Sommer, Ortsparteipräsident und EVP-Regierungsratskandidat. In einem Doppelinterview mit Mario Fehr bezeichnete er das Verhältnis zu ihm als freundschaftlich, anregend, inspirativ und konstruktiv. Fehr wiederum sieht in Schreinereibesitzer Sommer den ­«gesunden Gewerbler», den entspannten und engagierten Mitmenschen. Ob er nochmals als Regierungsratskandidat antrete, wollte Moderator Dominic Täubert, in Affoltern neues RPK-Mitglied, von Mario Fehr wissen. «Ich will einen entspannten Sommer. Ich melde mich dann nach den Sommerferien», sagte er knapp, strich aber hervor, dass ohne Partei keine Karriere möglich gewesen sei. Mit der SP habe er ein Austritts­gespräch geführt und gedenke nun nicht, einer anderen Partei beizutreten. «Nach 39 Jahren in der Politik kennt man mich. Politik ist per se eine Mogelpackung. Falls ich wieder antrete, haben die Wählerinnen und Wähler eine kalkulierbare Mogelpackung...», sagte Fehr.

Für Daniel Sommer sind Parteilose in kleineren Gemeinden weniger ­Problem als in grösseren, wo man sich weniger kennt. «Ich wünsche mir in Affoltern, dass Parteilose klarer sagen, wo sie stehen», hielt er fest. Zu den wenigen Differenzen mit Mario Fehr zählt Daniel Sommer das Geldspielgesetz, und von Fehr erfuhr man, dass er sich eigentlich nie über divergierende Meinungen ärgere, weil er stets strategische Ziele verfolge. Die Volkswirtschaftsdirektion wäre das Wunschdepartement von ­Gewerbler Daniel Sommer. Wäre ein nicht abgeschlossenes Projekt der Grund für eine weitere Kandidatur? Mario Fehr parierte auch diese Frage mit der Feststellung, das sei ein beliebtes Argument fürs Weitermachen. Als ein solches Projekt nannte er die Umsetzung des Selbstbestimmungsgesetzes in den nächsten vier, fünf Jahren. Und im nächsten Jahr wäre er Regierungspräsident ... am ­Konjunktiv hält er (noch) fest.

Grundwerte hochhalten

Vor sieben Jahren ist Eveline Fenner der EVP beigetreten und im Frühjahr zur Stadtpräsidentin gekürt worden. Sie hat in der Partei Freunde gefunden – Frauen und Männer, die sich engagieren. An Gemeindeversammlungen dominierten die ergrauten Häupter; es sei wichtig, für Junge Zugang zur Politik zu schaffen. Für Gast Toni Bortoluzzi ist die EVP zwar eine kleine Partei, aber eine, die Grundwerte vertritt und deshalb – im Gegensatz zu anderen – in der Schweiz schon über 100 Jahre existiere und eine gesellschaftliche Rolle spiele. SP-Präsident und Stadtrat Felix Fürer verwies auf gemeinsame Aktivitäten: etwa die Spitalveranstaltung oder den Stadtpark Brauiweiher, der nun realisiert wird. Für Lisette Müller, Präsidentin der EVP Knonauer Amt und als ehemalige Kantonsrätin die «Panaschierkönigin», ist dann von einer gesunden Körperschaft die Rede, wenn alle mittragen, was auch in Affoltern der Fall sei – mit grossartigem, kreativem Einsatz.

Nationalrätin Lilian Studer, Präsidentin der EVP Schweiz, sieht mit der von ihr angestossenen Gründung des FC Helvetia, Frauenteam des Nationalrats, auch ein Zeichen zur Förderung des Frauensports. 60 Jahre EVP Affoltern sei eine grosse Zahl für eine Partei, die viel geleistet, Erfolg habe und nun in Affoltern erstmals eine Frau als Stadt­präsidentin stelle. Und das Leitmotiv der EVP hochhalte: «Mit Leidenschaft für Mensch und Umwelt».

EVP-Meilensteine

Hermann Chollet und Emil Bitzer ­waren 1962 die Gründer der EVP Affoltern. 1970 stellte sie mit Rosa Häberling die erste Gemeinderätin in Affoltern, später dann mit Alice Zollinger eine weitere EVP-Vertreterin im ­Gemeinderat. In den vergangenen 60 Jahren wurde die Partei von zahl­reichen Präsidenten geführt. Und sie hat vor zehn Jahren den Vorsatz einer stärkeren Präsenz in der Kommunalpolitik gefasst. So wurde 2013 das ­Gefäss «Politik mit Feuer» aus der ­Taufe gehoben – eine Veranstaltung mit Gesprächen am Feuer. Dazu wird jedes Jahr eine Etappe des Jakobswegs bewältigt. Weitere Meilensteine: Von 1987 bis 1991 sass Hans Rudolf Haegi im Kantonsrat. 2014 erfolgte die Wahl von Markus Gasser in den Gemeinderat, Sonja Humbel wurde Sekundarschulpflegerin. 2015 schaffte Daniel Sommer die Wahl in den Kantonsrat und mutierte bei den Wahlen 2019 zum «Panaschierkönig». 2022 folgte die Wahl von Eveline Fenner zur Stadtpräsidentin.

2016 wurde eine überparteiliche Aktion für eine Mittelschule Säuliamt lanciert (gegen 4000 Unterschriften). Diesem Ziel ist man inzwischen näher. Überparteilich mitgearbeitet hat die EVP auch bei der Vorlage einer neuen Rechtsform fürs Spital, die an der Urne mit 80 Prozent Ja-Stimmen angenommen wurde. (-ter.)

 

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