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08.08.2022

Zu wenig Wasser für die Fische

Im Heischerbach in Hausen fliesst nur wenig Wasser, weshalb Bachforellen umgesiedelt werden. (Bild zvg.)

Im Heischerbach in Hausen fliesst nur wenig Wasser, weshalb Bachforellen umgesiedelt werden. (Bild zvg.)

Die Bäche in der Region werden teilweise zu Rinnsalen – das wird zum Problem für die Fische, die an Sauerstoffmangel leiden.

Von: luc müller

Wieder zeigt das Thermometer auch in den nächsten Tagen um die 30 Grad an. Der Hitzesommer 2022 geht weiter. Das hat Folgen für die Fische in der Region. Weil die Bäche teilweise nur noch Rinnsale sind, müssen Fische umgesiedelt werden. Das hat Roger Vollenweider, der in Hausen Pachtinhaber im Gebiet der Bäche Heischer Dorfbach, Juchbach, Mühlebach und Jonenbach ist, nun vor drei Wochen in die Wege geleitet. Zuständig für die Umsiedlung der Tiere ist Christoph Quinter, der kantonale Fischerei­aufseher für den Kreis vier, zu dem auch das Knonauer Amt zählt. Mit einem starken elektrischen Feld werden die Fische betäubt und mit einem sackartigen Netz, Käscher genannt, aus dem Wasser entnommen. Danach kommen die Fische sofort in einen mit Sauerstoff angereicherten Wassertank.

Rund 130 Fische transportiert

«Der Heischer Dorfbach hat teilweise nur noch einen Pegelstand von 1 bis 2 Zentimetern. Sämtliche Bachläufe in seinem Revier sind zwischen 15 und 20 Zentimeter tiefer als der Normalpegel», erklärt Roger Vollenweider. Betroffen sind Bachforellen, die nicht mehr genügend Wasser finden und daher zu wenig Sauerstoff haben. «In den wenigen grösseren Pfützen tummeln sich viele Exemplare auf engem Raum. Das ist sehr stressig für die Fische», berichtet Roger Vollenweider. Zudem bekommen die Fische zu wenig Sauerstoff, wenn genügend Wasser fehlt.

Rund 100 Fische aus dem Juchbach wurden in den Jonenbach umgesiedelt, der noch mehr Wasser hat und wegen der Vegetation in Bachnähe auch mehr Schatten für die Wasseroberfläche spendet. 20 bis 30 Bachforellen aus dem Heischer Dorfbach wurden weiter unten bei der Kläranlage wieder eingesetzt – auch hier ist der Bachverlauf schattiger und noch wasserreicher. «Die Bäche leiden immer noch unter dem Hitzesommer 2018. Der Grundwasserspiegel hat sich seither nicht erholt. Er ist immer noch zu tief.» Und Roger Vollenweider, der sein gepachtetes Fischereirevier von seinem Vater 2018 übernommen hat und seit über 30 Jahren bestens kennt, doppelt nach: «Zudem hat es in den vergangenen Wochen viel zu wenig geregnet. Kommt Regen, versickert der direkt im Boden und füllt den Bachlauf nicht nachhaltig auf. Auch nach starkem Regen rauscht das Wasser einfach durch.» Auch Schmelzwasser fehlt, weil in den vergangenen Wintern zu wenig Schnee fiel und dadurch kein Wasser in die Bäche floss.

Noch sind keine Fische wegen der Wasserknappheit in seinem Revier verendet, wie Roger Vollenweider erklärt. Das war im Rekordsommer 2003 anders, als er ganze Säcke mit toten Fischen abtransportieren musste. Zum letzten Mal musste Roger Vollenweider im Sommer 2020 Fische umsiedeln. Die Bachforellen haben normalerweise Schonzeit von Oktober bis Ende Februar. «Doch auch jetzt dürfen wir keine Fische fangen», sagt Roger Vollenweider. Und er hat eine Bitte an Spaziergänger: «Die Hunde sollten jetzt nicht in den Bach springen. Das ist zu viel Aufregung für die schon gestressten Fische.» Roger Vollenweider, der seine Bäche fast täglich kontrolliert, rechnet damit, dass er in diesem Sommer nochmals Fische umsiedeln muss.

Situation ist prekär

Gemäss Informationen des für das ­Knonauer Amt zuständigen kantonalen Fischereiaufsehers Christoph Quinter mussten bisher hier im Säuliamt an keinem zweiten Ort Fische umgesiedelt werden. «Die Situation ist aber prekär. Langsam nähern wir uns dem Hitzesommer 2018 an, als wir wegen Wassermangels viele Fische an einen anderen Ort bringen mussten.» Der Haselbach in der Region Knonau und ­Maschwanden könnte für die Fische ­wegen des tiefen Wasserstandes schon bald zum nächsten Problemort werden. Schon im Frühling wurden hier bei Knonau im trockenen Frühling Bachforellen umgesiedelt. Auch der Mülibach bei Hausen führt derzeit extrem wenig Wasser, was problematisch werden kann.

Umsiedlung auch in Sihlbrugg

«Wir schauen jetzt Tag für Tag. Aber es sieht nicht nach erlösendem Regen aus», betont Quinter. Seit rund zwei Wochen ist er im Kanton Zürich daran, Fische aus ausgetrockneten Bächen an wasserreichere Stellen zu verlegen. So etwa in kleinere Bäche am rechten Zürichsee­ufer, der Goldküste, oder beim ­Talbach in Sihlbrugg.

 

 

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