Bezirk Affoltern
05.09.2022

Kein Sanierungsbedarf beim geplanten Brauipark in Affoltern

Der Standort ist zwar belastet, aber das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) ortet beim geplanten Brauipark in Affoltern keinen Sanierungsbedarf. Das teilt Amtschef Christoph Zemp mit.

Mit der Überbauung «Brauipark» entstehen im Westen von Affoltern 144 Wohnungen und Gewerberaum für rund 100 Beschäftigte (der «Anzeiger» hat im April darüber berichtet). Mit einem neuen Park in dieser Umgebung will nun die Stadt die Interessen von Mensch und Umwelt zusammenbringen. Die Juni-Gemeindeversammlung hat dazu einen Kredit von 985000 Franken bewilligt, davon 357000 Franken an gebundenen Ausgaben für eine teilweise Beseitigung von mehr als 100-jährigen Altlasten: Teerklumpen und Mineralöl-Rückstände aus der Zeit einer Chemiefabrik. Das ist zwar Sondermüll. Doch dessen Stabilität erfordere weder eine Sanierung noch eine Überwachung, wie der Stadtrat betonte und hat eine Totalsanierung (5 Mio. Franken) auch aus Kostengründen ablehnt – dies im Gegensatz zur Rechnungsprüfungskommission, die sich für eine umfassende Sanierung aussprach. Die Stimmberechtigten folgten schliesslich der Argumentation des Stadtrates und lehnten einen Rückweisungsantrag ab.

Abfälle – keine Altlasten

Auch das Awel sieht keinen Handlungsbedarf. Zwar seien im kantonalen Kataster zwei belastete Standort eingetragen. «Diese wurden altlastenrechtlich untersucht und vom Awel als belastet, aber weder überwachungs- noch sanierungsbedürftig beurteilt. Das heisst, dass bei diesen Standorten kein altlastenrechtlicher Handlungsbedarf mehr besteht und keine schädlichen oder lästigen Einwirkungen, wie zum Beispiel für das Grundwasser, zu erwarten sind», schreibt Awel-Chef Christoph Zemp auf eine Anfrage von alt Gemeinderat Otto Steinmann. Es handle sich hier nicht um Altlasten. Dieser Begriff sei in den Unterlagen zur Gemeindeversammlung nicht korrekt verwendet worden, hält der Amtschef fest. Er betont, dass vorliegend keine Sanierung nötig ist. Im Untergrund seien Abfälle vorhanden; bei einem Bauvorhaben müsse eine Fachperson beigezogen werden.

Otto Steinmann betont, dass er den Gemeindeversammlungsbeschluss respektiert, aber die Argumentation des Awel im vorliegenden Fall nicht nachvollziehen kann. Wie stark das Gelände verschmutzt sei, zeige sich auch an den Wänden der OVA-Unterführung. «Ich habe nichts gegen das Projekt eines Parks. Aber ich kann nicht verstehen, dass man bei der Realisierung das Areal nicht vollständig von Resten einer Chemiefabrik befreit», hält Otto Steinmann fest. So wundert er sich vor allem, dass gerade jene, die dem Umweltschutz das Wort reden, sich für das Projekt auf einem belasteten Standort starkmachen. «Naturschutz und Fauna auf Giftböden – wie kann man nur auf eine solche Idee kommen», schrieb er dem Awel. (-ter.)

Der geplante Stadtpark beim ehemaligen Brauiweiher in Affoltern zwischen SBB-Gleisen und Industriestrasse. Hinter den Bäumen, die bestehen bleiben, entstehen Wohnungen und Gewerberäume. (Bild Werner Schneiter)

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