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31.10.2022

Ein grosses Projekt für die nächsten Generationen

So könnte die Halle aussehen. (Visualisierung zvg.)

So könnte die Halle aussehen. (Visualisierung zvg.)

Eine Dreifachhalle und Horträume für knapp 22 Mio. Franken – das wollen in Hausen die politische Gemeinde und die Sekundar­schule der Oberamt-Gemeinden gemeinsam realisieren. Am Donnerstag haben die Behörden darüber orientiert.

Von: von Thomas Stöckli

«Wir sind an der absoluten Kapazitätsgrenze im Sportunterricht», sagen ­Esther Flückiger, Präsidentin der ­gemeinsamen Sekundarschule von Hausen, Kappel und Rifferswil, und der Hausemer Gemeindepräsident Stefan Gyseler übereinstimmend. So nutzt die Primarschule bereits die Sek-Halle mit, die Sek weicht ihrerseits auf die Halle des Schul- und Berufsbildungsheims Albisbrunn aus, welche ebenfalls sehr gut belegt ist. Und bis 2028 steigen die Schülerzahlen gemäss Prognose weiter an.

Bereits eine Doppelhalle würde dem absehbaren Grundbedarf der Schulen gerecht werden. Den Entscheid, welche Variante projektiert werden soll, überliess der Gemeinderat deshalb den Stimmbürgern. An der Gemeinde­versammlung vom 4. Dezember 2019 sprachen sich diese deutlich für eine Dreifachhalle aus. Den Mehrkosten von 2,3 Mio. Franken steht schliesslich ein deutlich grösserer Mehrnutzen gegenüber. Für die Schulen sei die Möglichkeit von klassenübergreifendem Sportunterricht erwähnt, aber auch die Entwicklungsperspektive. Für die Vereine geht es darum, dass es für die Betreibung gewisser Sportarten schlicht die Dimensionen einer Dreifachhalle braucht.

«Harmonisch ins Gelände integriert»

Der Neubau soll angrenzend ans Schulareal, jenseits des Jonenbachs entstehen, auf dem unbebauten Areal zwischen dem Allzweck-Parkplatz Chratz und der Sportanlage Jonentäli. Architekt Dirk Brandau sprach von einer Anlage, die ­«harmonisch ins Gelände integriert» werde. Tatsächlich sind gemäss Planung hangseitig die beiden Stockwerke für Technik- und Geräteräume unterirdisch angelegt, ebenso wie talseitig das Stockwerk der Garderobenräume. Die von aussen sichtbaren Gebäudeteile sind in Holzbau gehalten, mit grossen Glas­flächen an den Längsseiten der Turnhalle. Der dorfseitige Teil des Sheddachs wird mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet, die den Strombedarf für mehr als die ganze Schulanlage abdeckt.

Zum Eingangsbereich mit Vordach gelangt man von der Schulhausstrasse durch eine Grünzone oder direkt von den 68 neuen Parkplätzen am Chileweg. Links schliessen sich ebenerdig die ­Räume der Tagesstrukturen, wobei der Hauptraum und die Küche nicht nur für den Mittagstisch, sondern auch für ­Veranstaltungen in der Turnhalle ­genutzt werden sollen. Vom Eingangsbereich geradeaus geht es die Treppe hinunter oder im grossen Lift direkt zur Turnhalle, rechts liegen der Tribünenbereich und die Treppenzugänge zu den Garderoben. Was noch fehlt – wie ­Gewerbetreibende und Vereine monierten und der Gemeinderat zu ergänzen versprochen hat – ist eine direkte ­Zufahrtsrampe zur Halle.

Teurer Aushub

Das Ganze soll gemäss Kalkulation 21,855 Mio. Franken kosten. 3,3 Mio. fallen allein für Vorbereitungsarbeiten an, wie Bauökonomin Sandra Fellmann ausführte. Hier macht sich vor allem der Aushub bemerkbar. Weiter braucht es eine Hangstabilisierung und Pfählung. Die Sekundarschule soll sich mit 2 Mio. Franken an den Baukosten sowie knapp 10 Prozent an den Betriebs- und Unterhalts­kosten beteiligen. Das deckt die Mitbenutzung der Sporthalle an 25,5 Stunden pro Woche sowie die Subventionierung der Mittagstischgebühr.

Die politische Gemeinde Hausen stimmt demnach über 18,545 Mio. Franken ab – zusätzlich zum bereits 2019 gesprochenen Projektierungskredit über 1,31 Mio. Franken. Dies in einer Zeit, in der auch ein Schulhausneubau über 5,8 Mio. und der Abwasseranschluss via Pumpwerk in Knonau an die Kläranlage Schönau in Cham über knapp 10 Mio. Franken die Gemeindefinanzen ­belasten. Allerdings habe sich das Eigenkapital seit 2014 durch Gewinne und Neu­bewertungen auf aktuell 46 Mio. Franken verdoppelt, das Fremdkapital wurde im selben Zeitraum von 8,2 Mio. auf null abgebaut. Das würde bei einem Ja an der Urne natürlich wieder ansteigen, zu einem erwarteten Höchststand von rund 30 Mio. Franken in den Jahren 2025/26. Der Gemeinderat rechnet aber auch künftig mit Haushaltsüberschüssen, ­sodass sich das Fremdkapital bis 2029 wieder auf 22,5 Mio. Franken reduzieren würde.

«Gelebte Demokratie»

Im Diskussionsteil gab das grundsätzliche Problem der Ringhörigkeit bei Mehrfachhallen mit offener Tribüne zu reden – das habe man mit schallabsorbierenden Oberflächen bestmöglich ­berücksichtigt, so Architekt Brandau, der das aber auch als organisatorisches Thema bezeichnete: «Da muss man Rücksicht nehmen.» Weiter wurde die Angst vor viel «Action» an den Wochenenden angesprochen. Das lasse sich mit einem Gebührenreglement für externe Vereine steuern, so Stefan Gyseler. Ein Votant rügte den Mangel an gedeckten Aussenbereichen, ein anderer wollte das ganze Dach mit Fotovoltaik decken, ein weiterer den Vereinen aus Kappel und Rifferswil nicht die gleichen Privilegien einräumen, da sich ihre Gemeinden nur über die gemeinsame Oberstufe an den Kosten beteiligen. Und am meisten zu reden gab die Erschliessung.

«Ich bin froh, wenn diskutiert wird, das ist gelebte Demokratie», so Gyseler, ehe er die rund 120 Interessierten nach gut zwei Stunden in den Apéro entliess. Es sei ein grosses Projekt, ein Projekt für die nächsten Generationen, eine Herausforderung, so Gyseler, «aber wir schaffen das.» Sagen die Stimmberechtigten der politischen Gemeinde und der Sekundar­schulgemeinde am 27. November Ja, soll im Juni 2023 Baustart sein. Bezugs­termin wäre dann im Mai 2025.

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