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28.11.2022

Die Dreifachhalle im Oberamt hat die Hürde knapp genommen

Der Hortteil (links) des geplanten Neubaus war kaum bestritten, gegen die Turnhalle (rechts) formierte sich allerdings heftiger Widerstand. (Visualisierung zvg.)

Der Hortteil (links) des geplanten Neubaus war kaum bestritten, gegen die Turnhalle (rechts) formierte sich allerdings heftiger Widerstand. (Visualisierung zvg.)

Hier ein Bedarf und ein Mehr­nutzen, da verschiedene Bedenken und zwei grosse ungeklärte Fragen. Die Stimmberechtigten im Oberamt hatten am Sonntag keine leichte Aufgabe.

Von: Thomas Stöckli

Kaum ein Projekt hat in der Region in jüngster Vergangenheit so stark polarisiert wie die Vorlage «Neubau Sport/Tagesstrukturen», die am Sonntag im Oberamt zur Abstimmung kam. Kein Wunder: Die Summe von 21,86 Mio. Franken übertrifft auf kommunaler ­Ebene alles Bisherige, zudem waren mit der in der Vorlage fehlenden direkten Zufahrt zur Halle sowie dem noch nicht vorliegenden Verkehrskonzept noch zwei zentrale Fragen ungeklärt.

Den grossen Brocken der Dreifachturnhalle mit angegliederten Hort­räumen hat die Standortgemeinde ­Hausen zu stemmen: 18,5 Mio. Franken beträgt der Ausführungskredit, zu dem die Stimmberechtigten am Sonntag mit 614 zu 553 Stimmen ihren Segen ­gegeben haben. «Der Gemeinderat ist froh über das Ja», so Gemeindepräsident Stefan Gyseler. Dass es mit 52,6 Prozent Ja-Stimmen denkbar knapp ausfiel, ­wertet er als klares Zeichen, die Bedenken der Gegnerschaft ernst zu nehmen. Insbesondere betreffend des Verkehrskonzepts und des ebenerdigen Zugangs zur Halle habe der Gemeinderat das Ja schon versprochen, so Gyseler: «Wir werden die Bevölkerung auf dem ­Laufenden ­halten.»

Höhere Zustimmung in Kappel und Rifferswil

Über einen Kostenanteil von 2 Mio. Franken hatten auch die Stimmberechtigten der Gemeinden Rifferswil und Kappel zu bestimmen. Sie bilden zusammen mit jenen von Hausen eine gemeinsame Sekundarschulgemeinde. Die Hausemer stimmten diesem Kredit mit 54,2 Prozent Ja-Stimmen zu, die Rifferswiler mit 60,2 und die Kappeler gar mit 64 Prozent. Somit resultiert im Oberamt eine Zustimmung von 56,8 Prozent.

Was gab den Ausschlag, dass eben doch ein Ja herausschaute? «Die Bevölkerung will grundsätzlich eine Dreifach-Sporthalle», so Gyseler. Das hat sich auch schon beim Variantenentscheid zum Projektierungskredit an der ­Gemeindeversammlung vom 4. Dezember 2019 abgezeichnet.

Was selbst den Gemeindepräsidenten etwas überrascht, ist die Stimmbeteiligung. Angesichts der hitzig geführten Diskussion – auch auf den Leserbrief-Seiten des «Anzeigers» –, des Gross­aufmarschs an der Informationsveranstaltung und der direkten Betroffenheit vieler potenzieller Nutzer der Infrastruktur, sind 45 (Hausen), respektive 37 (Rifferswil) und 32 (Kappel) Prozent nicht viel. «Es ist uns nicht gelungen, zusätzliche Leute an die Urne zu ­locken», sagt Gyseler selbstkritisch. Dies sei mit ein Grund, dass das Resultat so knapp ausgefallen sei.

Fragezeichen beim Zeitplan

Und wie geht es nun weiter? «Der ­Gemeinderat wird eine Auslegeordnung machen», so Stefan Gyseler. Der Planer fürs Verkehrskonzept habe seine Arbeit bereits aufgenommen. Im Juni soll das Konzept der Gemeindeversammlung vorgelegt werden. Wie es inzwischen im Baubewilligungsverfahren weitergeht, das liegt in der Kompetenz der Bau­kommission. Denkbar sei etwa, dass der Bau zwar bewilligt, aber noch keine ­Freigabe erteilt werde, so Gyseler.

Ob die Bagger bereits im Juni 2023 auf der grünen Wiese zwischen dem Parkplatz Chratz und der Sportanlage Jonentäli auffahren, ist demnach noch offen. Zumindest die Planung kann ­inzwischen weiterlaufen. Für die Realisierung war ursprünglich der Zeitraum von Juni 2023 bis April 2025 vorgesehen. Bleibt es dabei, wären Hort und Hallen im Mai 2025 bezugsbereit.

 

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