Bezirk Affoltern
12.08.2019

In Obfelden entsteht ein Ärztezentrum

Neben der Schreinerei Frick an der Ottenbacherstrasse soll das neue Ärztezentrum entstehen. Am Montag wurden die Bauvisiere ausgesteckt. <em>(Bild Livia Häberling)</em>

Neben der Schreinerei Frick an der Ottenbacherstrasse soll das neue Ärztezentrum entstehen. Am Montag wurden die Bauvisiere ausgesteckt. (Bild Livia Häberling)

Hinter dem Postareal soll bis im Sommer 2021 ein Ärztehaus gebaut werden

von livia häberling

Sie ist längst über die Dorfgrenzen hinaus bekannt – die Hausarztpraxis an der Affolternstrasse in Ottenbach. 20 Jahre lang hatte Dr.med. Urs Glenck die Praxis alleine geführt, ab 2003 gemeinsam mit Dr.med. Eveline Breidenstein. Im Jahr 2013 begann sich Urs Glenck auf den Ruhestand vorzubereiten und übergab seine Praxis an Dr.med. Erich Villiger. Nun, sechseinhalb Jahre später, macht sich die Ottenbacher Praxis für ein neues Kapitel bereit: Auf den Sommer 2021 hin verlegt sie ihren Sitz von Ottenbach nach Obfelden. Dort soll hinter dem Postareal in den nächsten Monaten ein neues Ärztezentrum entstehen. «Um die wachsende Bevölkerung von Ottenbach und Obfelden auch in Zukunft versorgen zu können, brauchen wir mehr Personal und damit mehr Platz», sagt Eveline Breidenstein. In dem dreigeschossigen Gebäude soll dereinst ein Team von sieben bis acht Ärzten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung sicherstellen.

Bereits heute arbeiten in der Praxis in Ottenbach verschiedene Fachspezialisten unter einem Dach zusammen: Zum Team gehören neben den Hausärzten eine Kinderärztin und ein Kinderarzt, drei Psychologen und eine Psychiaterin. Ausserdem ist der Praxis eine Physiotherapie angegliedert. Vor Kurzem hat sich die Praxis Ottenbach in die Medvita Praxis GmbH umgewandelt, «um dieser Vielfalt besser gerecht zu werden», wie Eveline Breidenstein sagt.

Die Liegenschaft in Ottenbach soll bis 2023 verkauft werden

Das Haus mit den Praxisräumen an der Affolternstrasse 21 in Ottenbach gehört Urs Glenck. «Wir wussten bereits 2013, dass er die Liegenschaft bis spätestens 2023 verkaufen möchte», erklärt Erich Villiger. Weil sie für die wachsende Praxis zu wenig Platz bot, kam eine Übernahme nicht infrage. «Uns war bewusst, dass sich der Hausarztmangel in den nächsten Jahren noch verschärfen wird. Deshalb haben wir zusammen mit der Gemeinde nach einer Lösung gesucht, um die Dorfpraxis erhalten zu können.»

Eine Option bestand darin, mit einem Neubau Teil des geplanten Dorfkerns zu werden. Dann geriet die Umsetzung des Ottenbacher Zentrums ins Stocken – Zeit, die Eveline Breidenstein und Erich Villiger nicht hatten: «Der Platz in unserer Praxis wurde immer knapper, deshalb brauchten wir eine Lösung, die in absehbarer Zeit umsetzbar ist», so Erich Villiger.