Bezirk Affoltern
31.01.2014

Im stickig-schwülen Klima in die fünfte Jahreszeit getanzt

Und die Hände zum Himmel ... Die Liveband «Alpen Starkstrom» heizt ein. (Bilder Werner Schneiter)

Und die Hände zum Himmel ... Die Liveband «Alpen Starkstrom» heizt ein. (Bilder Werner Schneiter)

Rund 1000 am Füürball in Obfelden – ein fulminanter Fasnachtsauftakt im Säuliamt

Exakt vier Wochen nach dem Weihnachtstag sind sie wieder da, die Fasnächtler. Besinnliche Töne sind der Kakofonie gewichen, die stille Nacht der lauten. Der Fasnachtbeginn wird zwar am 11.11., 11 Uhr, eingeläutet, aber der eigentliche Auftakt in die fünfte Jahreszeit erfolgt im Säuliamt traditionell in Obfelden. So drängten am Samstagabend wieder rund 1000 Närrische in den Singsaal des Schulhauses Chilefeld zum Füürball. Dort heizte die dreiköpfige Liveband «Alpen Starkstrom» aus Österreich die Stimmung an und sorgte für anhaltenden Schweissfluss. Im stickig-schwülen Klima des Singsaals wurde nicht nur ausgelassen getanzt, sondern auch allerlei Allotria getrieben. Das gehört zum fasnächtlichen Treiben. Furchterregende dunkle Gestalten griffen sich meist Besucherinnen und sperrten sie für kurze Zeit in einen Käfig, derweil die Mery-Gügger aus Merenschwand zum Konzert in den Saal zogen. Kakofone Klänge waren in dieser Nacht auch von den Säuliguggern aus Affoltern, den Vollgashöcklern aus Hedingen und den Väntilwörgern aus Sins zu hören. Die Stimmung war ausgelassen, durchwegs friedlich, Junge und ganz Junge in der Mehrzahl, genauso jene im Fasnachtslook, die an der Maskenprämierung teilnehmen konnten – allesamt in Partylaune, die auch ausserhalb des Singsaals, in Bar und Beiz, spürbar war.

Und das liegt auch an den guten Rahmenbedingungen, für die der organisierende Verein Füürball sorgt. Störefriede werden in Obfelden schnell entfernt. Auch Securitas-Personal sorgt für Sicherheit. Am Eingang gibts Ausweiskontrollen. Hereingelassen wird nur, wer mindestens 16 ist. Spirituosen gibts nur für Fasnächtler, die mindestens 18 sind. «Es läuft in aller Regel gut bei uns. Wir freuen uns, dass in diesem Jahr auch vermehrt nicht mehr ganz Junge kommen – eine gute Altersdurchmischung», sagt der OK-Präsident des Füürballs Obfelden, Stefan Huber. Der Verein Füürball zählt rund 50 Mitglieder und kennt nur einen Anlass im Jahr: den Füürball. Mit dem Erlös werden die Vereinsmitglieder für ihren Einsatz mit Reisen oder einem Skiweekend belohnt. (-ter.)