«Die Schweiz ist zur Freiheit innerhalb klar gesteckter Grenzen berufen»

Festredner Thomas Aeschi, SVP-Nationalrat, sprach an der Bundesfeier in Wettswil

Der Zuger SVP-Nationalrat Thomas Aeschi gab als Festredner interessante Einblicke in die Schweizer Geschichte. (Bilder Urs Kneubühl)

Der Zuger SVP-Nationalrat Thomas Aeschi gab als Festredner interessante Einblicke in die Schweizer Geschichte. (Bilder Urs Kneubühl)

Bei angenehmen Temperaturen feierte Wettswil draussen, vor der Mehrzweckhalle des Schulhauses Ägerten, die Bundesfeier am 1. August mit einem Brunch.

Bei angenehmen Temperaturen feierte Wettswil draussen, vor der Mehrzweckhalle des Schulhauses Ägerten, die Bundesfeier am 1. August mit einem Brunch.

Draussen, vor der Mehrzweckhalle des Schulhauses Ägerten, startete die Gemeinde Wettswil die offiziellen Bundesfeiern im Bezirk Affoltern mit einem 1.-August-Brunch. Die Festbänke, seit halb acht Uhr am Morgen von den munter anpackenden Helfenden der Gemeindeverwaltung aufgestellt, waren kurz nach zehn Uhr schon voll besetzt und am von der Crew um den in Wettswil wohnhaften Giovanni Annoscia von der Trattoria Pizzeria Dal Buongustaio, Kilchberg, dargebotenen Brunchbuffet bildete sich eine ansehnliche Menschenschlange. Die Stimmung war entsprechend der angenehmen Temperaturen locker und wurde von den Ohrestüber Musikanten aus Obfelden musikalisch unterstützt.

Festredner Thomas Aeschi bot Rückblick und Einsichten

Mit launigen Worten hiess dann Gemeindepräsidentin Katrin Röthlisberger alle Anwesenden herzlich willkommen und lobte den tatkräftigen Einsatz aller Helferinnen und Helfer. Schliesslich, nach einer kurzen Vorstellung des nachfolgenden Festredners, übergab sie das Mikrofon an eben diesen, den Zuger SVP-Nationalrat Thomas Aeschi.

Dieser bedankte sich für die Einladung und legte in einem knappen Abriss zur Geschichte von Wettswil offen, dass er sich mit dem Geschehen hier vorab auseinandergesetzt hatte.

In der Folge blickte Aeschi auch auf die Geschichte der Eidgenossenschaft, der Schweiz, zurück. Bereits im Bundesbrief von 1291, liess der Festredner wissen, sei das Fundament der Schweiz klar zu erkennen: «Die Eidgenossen handeln eigenständig und unabhängig. Sie wollen über ihr Schicksal und das ihrer Landsleute selbst bestimmen. Sie legen fest, dass nur Männer aus den eigenen Reihen als Richter in Betracht kommen, dass Rechtsstreitigkeiten nicht vor einen fremden Fürsten getragen werden sollen.»

Dem noch jungen und kleinen Staatenbund von damals sei es in der Folge gelungen, sich über die Jahrhunderte zu vergrössern und zu verfestigen. Massgeblich mitentscheidend dabei seien die bewaffnete Neutralität sowie die Wahrung der staatlichen Unabhängigkeit der Schweiz gewesen. Dazu verwies der Zuger SVP-Nationalrat auf das Stanser Verkommnis, das 1481 dank Bruder Klaus zustande gekommen war und mit welchem der damalige innere Konflikt untereinander beigelegt wurde. Aeschi zitierte dazu Nikolaus von der Flühe oder eben Bruder Klaus. Seine Losung, die zum Schicksal der Eidgenossenschaft wurde, lautete: «Stecket den Zun nid zu wit!» Will heissen: «Ihr seid nicht zur Grösse äusserer Macht berufen, sondern zur Freiheit innerhalb klar gesteckter Grenzen.»

Der Freiheits- und Unabhängigkeitskampf der Schweiz sei seit jeher beispielhaft. «Solches kann kein anderes Land so erfolgreich vorweisen wie die Schweiz», hielt Thomas Aeschi fest, womit er die heutige geopolitische Lage und die Ende September anstehenden Abstimmungsvorlagen zur Neutralitäts- und zur Ernährungsinitiative ansprach.

Für seine interessanten wie gewohnt markigen Worte erhielt der Festredner regen Beifall, nicht zuletzt auch, weil er festhielt: «Wir sind gemeinsam hier, weil uns die Liebe zur Schweiz verbindet.»