Camping Türlen: neues Betriebsgebäude?

Das Interesse am neuen Betriebsgebäude Camping Türlen war gross. Der Gemeinderat und der Architekt stellten das Projekt vor. Es handelt sich um ein Holzgebäude mit 90 Stützen. Der Ausführungskredit beträgt 2,3 Millionen Franken, die Abstimmung findet am 9. Februar statt.

Das alte Betriebsgebäude mit Restaurant am Türlersee ist in die Jahre gekommen. <em>(Bild Marianne Voss)</em>
Das alte Betriebsgebäude mit Restaurant am Türlersee ist in die Jahre gekommen. <em>(Bild Marianne Voss)</em>

Wenn in Hausen eine Informationsveranstaltung zu einem Projekt stattfindet, ist sie in der Regel gut besucht. Viele Bewohnerinnen und Bewohner des Oberämtler Dorfes setzen sich interessiert und engagiert mit dem Dorfleben und geplanten Projekten auseinander. So war es auch am vergangenen Montag, als der Gemeinderat über den Ersatzneubau des Betriebsgebäudes für den Camping Türlen informierte. Die bereitgestellten Stühle reichten nicht, und die Möglichkeit, Fragen zu stellen, wurde rege genutzt. Letzten Sommer wurde an der Gemeindeversammlung der Projektierungskredit gesprochen. Nun liegt der Ausführungskredit von 2,3 Millionen vor, über den die Hausemer Stimmbevölkerung am 9. Februar an der Urne abstimmen wird. Thorsten Arzet von roosarchitekten stellte das Projekt vor. «Es handelt sich um ein Projekt an einer einmaligen Lage, an einem Ort, den die Bevölkerung liebt», erklärte er einführend.

Holz aus den Wäldern um Hausen

Der Hauptbau aus Holz – ein isolierter Körper mit überdachtem Aussenbereich – steht auf einem Betonsockel und wird von 90 Stützen getragen. Visuell sind die Stützreihen prägend, die das Gebäude auch strukturell gliedern. Ganz im Freien befindet sich nach wie vor ein weiterer Sitzbereich. Im Betriebsgebäude befinden sich der Empfang, das Büro, eine Personalgarderobe, eine moderne Gastroküche mit Kühlzellen sowie WCs, Duschen und ein Wasch-Abwaschbereich für die Campinggäste. In einem Nebenbau sind Lagerräume und die Entsorgungsstation untergebracht. Die Heizung wird mit Solarenergie, unterstützt von einer Wärmepumpe, betrieben.

Es besteht die Idee, für den Bau das Holz von gemeindeeigenen Weisstannen zu verwenden. Unmöglich sei das nicht, äusserte Förster Robi Püntener. Es müsse nach der Zustimmung an der Urne aber sofort an die Arbeit gegangen werden. Wenn die Hausemerinnen und Hausemer dem Ausführungskredit zustimmen, soll das neue Betriebsgebäude während der nächsten Wintersaison gebaut werden.

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