Ein aufgewerteter Begegnungsort –nicht nur für Schulkinder
Revitalisierung, Bachzugang und ein neuer Spielplatz in Maschwanden
Mit der Revitalisierung des Haselbachs, einem Gewässerzugang und einem neuen Spielplatz ist das Maschwander Schulareal als Begegnungsort aufgewertet worden. Die Einweihung des Projekts «Fantastisch» erfolgte am Freitag.
«Manchmal entstehen die besten Ideen bei Dingen, die man eigentlich gar nicht haben will», sagte Marina Bühlmann, in der Schulpflege für die Liegenschaften zuständig. Damit meinte sie den invasiven japanischen Staudenknöterich, der sich am Haselbach rasant ausgebreitete und die Ufervegetation verdrängte. Er bot Anstoss für eine Revitalisierung – insbesondere für Marina Bühlmanns «Herzensprojekt», das 2024 unter dem Titel «Fantastisch» gestartet wurde. Der wuchernde Knöterich musste ausgebaggert werden; die Revitalisierung des Haselbachs erfolgte auf einer Länge von rund 80 Metern. Anstelle der früheren Steinsicherung entstand ein neuer Bachzugang mit Stufen und Sitzgelegenheiten. Mit der Abflachung der Ufer, sogenannter Strömungsvielfalt, Totholz und Unterständen gab es neuen Lebensraum für Fische. Steine, die das Ufer befestigten, wurden entfernt und durch Baumstämme, Weiden und Wurzeln ersetzt. Auch sie dienen den Fischen als Verstecke. Durch neuen Kies im Bachbett können Forellen ihre Eier ablegen, und eine Niedrigwasserrinne sorgt dafür, dass auch bei wenig Niederschlägen Wasser im Bachbett vorhanden ist. Demnächst erfolgt noch die gewässertypische Bepflanzung des Uferbereichs.
«Der Bach, das beste Klassenzimmer»
Für Schülerinnen und Schüler sind der naturnahe Bachabschnitt, sein Zugang und die neuen Lebensräume ein idealer Lernort. Rolf Hungerbühler von Gewässerschutzorganisation Aqua Viva, die das Projekt begleitet hat, sagt sogar: «Ein Bach ist das beste Klassenzimmer, das es gibt. Unser Ziel ist, dass die Lehrpersonen am Haselbach auch dann noch unterrichten, wenn wir längst nicht mehr vor Ort sind.» Zusammen mit Aqua Viva hat die Schule im Sommer ein Konzept entwickelt, um das Unterrichten am Haselbach weiterzuentwickeln. Ein Ergebnis bildet die Projektwoche «Am Haselbach». Deren Resultate wurden am Einweihungsfest präsentiert.
«Unglaublich, was hier entstanden ist»: Mit diesen Worten dankte Marina Bühlmann einer ganzen Reihe von unterstützenden Organisationen und Personen, insbesondere dem Schulleiter Marcel Tischer, der den Optimismus nie verlor. Dass es realisiert werden konnte, verdankt die Schule einer ganzen Reihe von Sponsoren. Den Hauptteil der Gesamtkosten von 550000 Franken übernahm der Kanton Zürich im Rahmen des Projekts #hallowasser. Beteiligt haben sich ausserdem der naturemade-star-Fonds von ewz, Aqua Viva sowie die Dr.-Bertold-Suhner-Stiftung.
Der aufgewertete Begegnungsort wird auch durch einen neuen Spielplatz bereichert, der vollumfänglich von der Schulgemeinde finanziert werden musste: rund 60000 Franken. Die Kosten für die Entfernung des Knöterichs übernahmen Schule und Awel (kantonales Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft) je zur Hälfte. Zusammen mit dem revitalisierten Haselbach-Abschnitt entstand auf dem Schulareal eine aufgewertete Begegnungsstätte. Marina Bühlmann und Schulpräsidentin Chantal Wetli sprechen sogar von einem Mittelpunkt im Dorf, wo verschiedene Veranstaltungen möglich sind.






