Ruhiger Wahlsonntag in Maschwanden

Stille Wahlen für Gemeinderat und RPK

Der alte und neue Gemeindepräsident: Ernst Humbel. (Bild Archiv)

Der alte und neue Gemeindepräsident: Ernst Humbel. (Bild Archiv)

Neu im Gemeinderat: der Parteilose Sven Syz. (Bild Archiv)

Neu im Gemeinderat: der Parteilose Sven Syz. (Bild Archiv)

Wahlkampf war zu früheren Zeiten in Maschwanden auch mal «Wahlkrampf» – zum Beispiel mit «Hinterzimmerabsprachen», um einen Bisherigen abzuwählen – oder die Abwahl von drei Bisherigen 1998. Aber das ist längst Vergangenheit. Auch dieses Mal blieb es in der kleinsten Ämtler Gemeinde ruhig, weil sowohl für Gemeinderat wie auch für die Rechnungsprüfungskommission kein Urnengang nötig war. Im Gemeinderat wurden Priska Dosch, Ernst Humbel, Christian Künzi, Michael Schüpbach (alle bisher) und der 29-jährige Landwirt Sven Syz (neu, für den zurücktretenden Roger Huber) in stiller Wahl bestätigt, dazu auch Ernst Humbel als bisheriger Gemeindepräsident. 
Für den Gemeinderat steht auch in der neuen Legislatur eine Frage im Vordergrund, jene nach der Zukunft des Dorfes mit seinen 670 Einwohnerinnen und Einwohnern. Drei öffentliche Workshops haben sich damit befasst, nun folgt Ende Monat eine Grossgruppenkonferenz – und im Sommer schliesslich ein Masterplan. Die klammen Finanzen und der grosse Investitionsbedarf in den kommenden Jahren bilden das Damoklesschwert. «Die Kosten der laufenden Rechnung sind ein Problem», sagt Gemeindepräsident Ernst Humbel. Abstriche werden unvermeidbar sein – Massnahmen müssen aber von der Bevölkerung getragen werden. Die kapitale Frage bleibt offen: eigenständig bleiben oder fusionieren?


Chantal Wetli neue Schulpräsidentin
Gewählt wurde in Maschwanden einzig die Schulpflege: Marina Bühlmann, Rebekka Sigg Birchmeier, Martin Steiger (bisher), Irene Studer und Chantal Wetli (neu), alle gewählt mit 183 bis 190 Stimmen. Als Präsidentin tritt Chantal Wetli die Nachfolge von Ursin Dosch an, der nach acht Jahren zurücktritt und auf eine ereignisreiche Zeit zurückblickt. Sie war unter anderem geprägt vom (erfolgreichen) Kampf gegen die Einheitsgemeinde und dem über weite Strecken latenten Mangel an Lehrkräften. «Schulleiter Marcel Tischer hat uns bei den Personalproblemen mit seinem grossen Netzwerk viel geholfen», sagt Ursin Dosch, für den die Teamarbeit in der Schule und der Schulpflege ein Erfolgsrezept darstellt. Chantal Wetli übernimmt nun eine Schule in gutem Zustand, mit gefestigten Strukturen. Eine Herausforderung bleibt indessen: die Schule im Dorf behalten, verbunden auch mit der Hoffnung auf wieder steigende Schülerzahlen.

 

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