Stallikerin wird Schweizermeisterin

Curling: Ladina Ramstein erfolgreich

Die erfolgreichen Curlerinnen: (v. l.) Ladina Ramstein, Aniko Székely, Jana Soltermann, Zoe Schwaller und Ersatzspielerin Jana Hählen. (Bild zvg)
Die erfolgreichen Curlerinnen: (v. l.) Ladina Ramstein, Aniko Székely, Jana Soltermann, Zoe Schwaller und Ersatzspielerin Jana Hählen. (Bild zvg)

Nach zwei Finalniederlagen: Die Curling-Juniorinnen des CC Limmattal-Wetzikon holen sich den Schweizer Meistertitel. Das Team um Skip Zoe Schwaller mit Ladina Ramstein, Jana Soltermann, Aniko Székely mit der ­Ersatzspielerin Jana Hählen hat es geschafft: Nach zwei schmerzhaften ­Finalniederlagen in den vergangenen Jahren krönen sie sich mit dem Gewinn des begehrten Schweizer Meistertitels und der Qualifikation zur Juniorinnen-WM 2027. 
Die beiden verlorenen Endspiele hatten das Team nicht gebrochen – im Gegenteil. Sie wurden zum Motor für eine neue Saison, in der die Juniorinnen konsequent an ihrer mentalen Stärke und taktischen Präzision arbeiteten. «Wir wussten, dass wir das Niveau haben», erklärt Skip Zoe Schwaller. «Aber wir mussten lernen, in den entscheidenden Momenten cooler zu bleiben mit dem nötigen ‹Killerinstinkt›. Die Finalniederlagen haben uns stärker gemacht.» Auch das Trainertrio Stefan Fäh, Marcel Wettstein und Adrian Helbling betont die Entwicklung: «Dieses Team hat nie aufgegeben. Wir haben analysiert, reflektiert und uns Schritt für Schritt verbessert. Genau so entstehen Meister.» Die Finalserie wurde nach dem System «Best of 3» gespielt, wobei das Team Limmattal als Sieger der Qualifikation direkt für die Finalspiele gesetzt war. Das Quartett mit Ladina Ramstein musste im ersten Entscheidungsspiel ohne den letzten Stein das End schreiben, um zu gewinnen. Auch das zweite Finalspiel war äusserst knapp und der letzte Stein des Spiels – ein gefühlvoller Take-out – musste einen gegnerischen Stein im Zentrum des Hauses treffen. Als der letzte eigene Stein von Skip Zoe Schwaller sein Ziel erreichte, brach grosser Jubel aus. Tränen, Umarmungen, pure Erleichterung beim neuen Schweizer-Meister-Team. Das diesjährige Endspiel war ein Spiegelbild der gesamten Saison: intensiv, taktisch anspruchsvoll und geprägt von hoher Nervenstärke. «Wir haben uns vor dem Spiel angeschaut und gesagt: Jetzt bleiben wir dran», erinnert sich Ladina Ramstein. «Wir wollten nicht noch einmal mit ­diesem Gefühl der Niederlage vom Eis gehen.»
«Dieser Titel gehört uns allen»
Das Team ist seit sieben Jahren in dieser Formation unterwegs und diese Kon­stanz hat sich nun ausbezahlt. Der ­Erfolg ist nicht nur ein sportlicher Meilenstein, sondern auch ein Gemeinschaftswerk. Eltern, Coaches, Clubverantwortliche und Betreuer haben das Team über Jahre begleitet und motiviert. «Dieser Titel gehört uns allen», betont Trainer Marcel Wettstein. «Wir haben zusammen gelitten, zusammen gearbeitet und dürfen jetzt zusammen feiern.»
Der Sieg zeigt, wie wertvoll Beharrlichkeit im Nachwuchssport ist. Rückschläge sind keine Sackgassen – sie können der Beginn einer Erfolgsgeschichte sein. Die Limmattaler Curling-Juniorinnen haben dies eindrucksvoll bewiesen.

Philipp Locher, Curling-Club Limmattal

 

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