Umstrittenes Prozedere bei der Postauto-Fahrplanumstellung

Regionale Verkehrskonferenz Knonauer Amt mit 57 Fahrplan-Änderungsbegehren

Mark Stutz, Angebotsplaner von PostAuto Zürich, präsentiert alternative Post-autolinien im Oberamt. Die Begeisterung der Gemeindedelegierten hielt sich in Grenzen. (Bild Martin Platter)
Mark Stutz, Angebotsplaner von PostAuto Zürich, präsentiert alternative Post-autolinien im Oberamt. Die Begeisterung der Gemeindedelegierten hielt sich in Grenzen. (Bild Martin Platter)

Mit der Inbetriebnahme der Zürcher Durchmesserlinie 2016 steht der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) vor der grössten Fahrplanumstellung seit der Einführung der S-Bahn. Geht es nach den Verkehrsplanern, hat das auch umfassende Auswirkungen auf den Postautofahrplan im Säuliamt und im angrenzenden Kanton Aargau. Ziel der Strategen ist es, dass die Postautos hauptsächlich als Zubringer für die S-Bahn verkehren. Während auf diesen Linien der Takt tendenziell erhöht würde, hätten die öV-Nutzer an der Peripherie des Verkehrsverbundes jedoch teils empfindliche Angebotskürzungen in Kauf zu nehmen.

Die geplanten Fahrplanänderungen haben denn auch eine Flut von Begehren aus der Bevölkerung ausgelöst. Vielerorts manifestierte sich der Wunsch nach Beibehaltung von beliebten Verbindungen in Unterschriftensammlungen. Diese Begehren wurden von den Gemeinderäten unterstützt und an den ZVV überwiesen. An der regionalen Verkehrskonferenz am Mittwochabend im Kasinosaal mussten die Gemeindedelegierten basierend auf den Empfehlungen des ZVV darüber abstimmen, welche der Begehren nun angenommen, abgelehnt oder zurückgestellt werden. Als zusätzliches Erschwernis kam hinzu, dass fürs Oberamt und die Region Obfelden/Ottenbach auch noch alternative Linienführungen präsentiert wurden, über die die Gemeindevertreter ebenfalls zu befinden hatten – obschon sie von der Planauflage abwichen. Dieses Prozedere, wie auch die Tatsache, dass dabei aus finanziellen Gründen die verschiedenen Regionen gegeneinander ausgespielt werden, lösten Unmut aus. Am 28. Mai wird es in Hausen deshalb nochmals zu einer Sitzung kommen, bei der vor allem die alternativen Linien im Oberamt – und deren Auswirkungen auf Obfelden/Ottenbach – in kleinerem Rahmen zur Sprache kommen. Ab 13. August beginnt dann die letzte 30-tägige Rekursfrist, in der Einsprache gegen die revidierten Fahrpläne erhoben werden kann. Weiterer Bericht kommende Woche

 

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