«Wir brauchen dringend mehr Raum»

In den letzten zehn Jahren wuchs die Bevölkerung von Hausen um 500 Personen. Dieses Wachstum führte einerseits zu höheren Steuereinnahmen, andererseits zu Platzmangel für Schulen und Vereine. Gerade die Vereine können ihre Angebote trotz Interesse nicht ausbauen, da der Platz fehlt. Nun soll Hausen eine neue Sporthalle und ein neues Schulhaus erhalten.

Die alte Hausemer Turnhalle steht unter kantonalem Denkmalschutz, kann deshalb weder abgerissen noch ersetzt werden. Deshalb soll sie zu einer Bibliothek umgebaut werden, wenn die neue Sporthalle steht. <em>(Bild Salomon Schneider)</em>
Die alte Hausemer Turnhalle steht unter kantonalem Denkmalschutz, kann deshalb weder abgerissen noch ersetzt werden. Deshalb soll sie zu einer Bibliothek umgebaut werden, wenn die neue Sporthalle steht. <em>(Bild Salomon Schneider)</em>

Trotz zwei Provisorien wird der Hausemer Schulraum erneut knapp. Durch das grosse Bevölkerungswachstum wird erneut mit zwei neuen Klassen gerechnet. Der Gemeinderat hat deshalb eine Erweiterung des Schulraums geplant und am vergangenen Mittwoch an einer Informationsveranstaltung im Gemeindesaal vorgestellt. Anstelle des Provisoriums aus Containern soll ein neues Schulhaus entstehen.

Zudem reicht die einzige Turnhalle der Schule Hausen schon seit Jahren nicht mehr aus – die Sekundarschule weicht momentan in die Sporthalle der Stiftung Albisbrunn aus. Die Vereine nutzen die bestehende Turnhalle gestaffelt, bis in den späten Abend hinein. Der Gemeinderat will deshalb mindestens eine Doppel-, lieber jedoch eine Dreifachsporthalle bauen. Damit würde nicht nur genügend Platz für die Bedürfnisse der Schule geschaffen, sondern auch für jene der Hausemer Vereine. Der Neubau des Schulhauses soll 4,9 Millionen kosten, die Dreifachsporthalle 18,3 Millionen, die Variante mit Doppelsporthalle 16 Millionen.

Das Dorf soll lebendig bleiben

Besonders der Turnverein setzt sich für die Variante mit Dreifachsporthalle ein. Sven Kammer, der Oberturner des Turnvereins Hausen erläutert, weshalb der TV dezidiert für eine Dreifachturnhalle einsteht: «Wir haben momentan 347 Aktivmitglieder – Tendenz steigend. Manchmal kommen 30 Personen in ein Training. In unserer kleinen Turnhalle bleiben bei solchem Andrang nur wenige Übungen, die sinnvoll gestaltet werden können. In solchen Fällen werden wir mit der Dreifachturnhalle flexibler und können eine Wand öffnen – auch wenn noch ein anderer Verein gleichzeitig die dritte Halle nutzt. Zudem haben momentan Mannschaftssportarten Aufwind, die definierten Platz benötigen. Unsere Teams sind teilweise sehr erfolgreich, können aber meistens nur einmal pro Woche trainieren, weil die Turnhalle immer besetzt ist. Mit mehr Raum könnten wir in Aufstiegs- oder Abstiegssituationen das Training intensivieren, was entscheidend sein kann. Wir haben einmal eine Unihockeygruppe gegründet, als an einem Abend die Halle frei war. Als immer mehr Vereine die Turnhalle nutzen wollten, mussten wir die immer besser besuchte Unihockeygruppe einstellen, aus Platzmangel. Vergleichbares soll in Zukunft nicht mehr passieren. Wir wollen die Teilnahme am Dorfleben durch ein aktives Vereinsleben unterstützen und dafür brauchen wir mehr Raum.»

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