Bachelor-Award geht nach Wettswil

Am Samstag, 29. Juni, erhielten an der Hochschule Luzern 231 Design-, Film- und Kunst-Absolventinnen und -Absolventen ihr Bachelor- oder Master-Diplom. Unter den zehn prämierten Abschlussarbeiten ist auch jene von Lorena Adler, Wettswil.

Lorena Adler (links) aus Wettswil und Selina Cadruvi recyceln blaue Einwegkleidung aus Spitälern. <em>(Bilder zvg.)</em>

Lorena Adler (links) aus Wettswil und Selina Cadruvi recyceln blaue Einwegkleidung aus Spitälern. <em>(Bilder zvg.)</em>

Ihre Sichtschutz-Paravents schaffen in Spitälern Privatsphäre.

Ihre Sichtschutz-Paravents schaffen in Spitälern Privatsphäre.

In diesem Jahr erhielten 37 Studierende ein Master-Diplom. 194 Frauen und Männer haben ein Bachelor-Studium abgeschlossen, darunter auch Istvan Takacs aus Affoltern (Bildende Kunst), Melanie Grauer aus Hedingen (Visuelle Kommunikation mit Vertiefung in Illustration Fiction) und Lorena Adler aus Wettswil (Produkt- und Industriedesign mit Vertiefung in Objektdesign). Anlässlich der Vernissage der Werkschau Design & Kunst am Freitag, 21. Juni, und der Diplomfeier am Samstag, 29. Juni, in der Messe Luzern wurden zudem Förderpreise für insgesamt zehn herausragende Abschluss-arbeiten vergeben.

Der Bachelor Award 2019 der Swiss Design Association (SDA), dotiert mit 500 Franken sowie einer dreijährigen Gratis-Jungmitgliedschaft bei der SDA, geht an Lorena Adler, Wettswil, und Selina Cadruvi, Uster, (beide Bachelor Objektdesign). Sie haben für ihre Arbeit «SichtWandel – Ein zweites Leben für Einwegkleidung» blaue Einwegkleidung aus Spitälern genutzt. Adler und Cadruvi recycelten diese und entwickelten aus dem Material Prototypen für Paravents. Die ursprüngliche Funktion der Einwegkleidung als Sichtschutz bleibt damit erhalten, der Paravent schafft Privatsphäre für die Patienten. Das Raumgestaltungselement soll wieder in Gesundheitsbauten Anwendung finden und durch unkonventionelles Design die Atmosphäre auflockern. Mit dem Umformen in ein langlebiges Produkt wird der Einwegartikel wertgeschätzt und das Potenzial des «Abfalls» ausgelotet.

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