Amtseinsetzung von Pfarrerin Anne-Carolin Hopmann Holliger

Eine neue Seelsorgerin für die Kirchgemeinde Kappel

Pfarrerin Anne-Carolin Hopmann Holliger umrahmt von Kirchenpflegepräsidentin Lisbeth Endner und Dekan Matthias Ruff sowie den Mitgliedern der Kirchenpflege und der Pfarrwahlkommission. (Bild zvg)
Pfarrerin Anne-Carolin Hopmann Holliger umrahmt von Kirchenpflegepräsidentin Lisbeth Endner und Dekan Matthias Ruff sowie den Mitgliedern der Kirchenpflege und der Pfarrwahlkommission. (Bild zvg)

Die Temperaturen in der noch weihnachtlich geschmückten Klosterkirche Kappel waren am vergangenen Sonntag eisig, die Atmosphäre jedoch erwärmend und wohltuend. Nicht nur aus dem Oberamt und dem ganzen Bezirk, sondern auch von weit her waren die Teilnehmenden an diesem besonderen Gottesdienst angereist. Während der Feier wurde die neue Pfarrerin für die Kirchgemeinde Kappel, Anne-Carolin Hopmann Holliger, offiziell in ihr Amt eingesetzt. Seit dem Herbst 2024 war eine stellvertretende Pfarrerin für die Kirchgemeinde Kappel verantwortlich. Am 30. November 2025 konnten die reformierten Kappelerinnen und Kappeler ihre neue Pfarrerin an der Urne wählen. Die 50-Prozent-Stelle hat sie bereits Anfang Dezember angetreten.

Dekan Matthias Ruff aus Wettswil vollzog die offizielle Amtseinsetzung. Einleitend sagte er: «Du wirst in einer grossen, bedeutungsvollen Kirche tätig sein.» Die Bedeutung berge auch Ansprüche und Unruhe. Manchmal sei die Kirche regelrecht umworben. «Daher wünsche ich dir Momente, in denen du die innere Ruhe und Sammlung behalten kannst.» Er verlas das Ordinationsgelübde, das Anne-Carolin Hopmann bestätigte: «Ja, mit Gottes Hilfe.» Der Dekan gab seiner Pfarrkollegin den Segen Gottes und gratulierte ihr zur neuen Aufgabe. Pfarrerin Anne-Carolin Hopmann Holliger hielt danach die Predigt – nicht die erste in dieser Kirchgemeinde, aber die erste nach ihrer offiziellen Installation. Einleitend betonte sie, es sei schön, hier an diesem Ort zu stehen, und sie freue sich über das Vertrauen, das ihr entgegengebracht wurde. Fröhlich, kurz und knackig sprach sie von Lebenssituationen, in denen man sich fragt, was man eigentlich tut. Bezugnehmend auf Weihnachten sagte sie: «Es ist immer wieder gut, an den Anfang zurückzugehen.»

Kleine Gemeinde und grosse Kirche

Der festliche Gottesdienst wurde von drei Musikerinnen mit fröhlichen wie auch besinnlichen Klängen umrahmt. Die Kirchenpflegepräsidentin Lisbeth Endner hiess die neue Pfarrerin herzlich willkommen: «Schön, dass du unter uns und mit uns bist.» Sie berichtete von vielen bereichernden Begegnungen, im vergangenen Monat. «Wir durften dich kennen und schätzen lernen. Für dein Wirken hier wünschen wir dir herzlich alles Gute und Gottes reichen Segen.» Der Präsident der Pfarrwahlkommission, Hendrik Brune, erklärte in seiner kurzen Ansprache, dass mit der heutigen Einsetzung die einjährige Arbeit der Pfarrwahlkommission beendet sei. «Ich freue mich, dass wir Pfarrerin Hopmann gewinnen konnten für eine kleine Gemeinde und eine grosse Kirche.»

Beim anschliessenden Apéro im warmen Kirchgemeinderaum gab es Gelegenheit, sich auszutauschen und mit der Pfarrerin auf den Beginn der neuen Tätigkeit anzustossen.

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