Bonstetten plant Bademöglichkeit

Der Lochenweiher soll zum Naherholungsbiet ausgebaut werden – Bevölkerung wird befragt

Gemeindepräsidentin Arianne Moser ist überzeugt, dass die Umgestaltung des dicht umwachsenen Lochenweihers zu einem Badeplatz und Naherholungsgebiet eine starke Aufwertung für Bonstetten mit sich bringt. (Bild Florian Hofer)

Nebst dem Hedinger Weiher und dem Türlersee könnte in den nächsten Jahren eventuell ein dritter natürlicher Badeplatz im Knonauer Amt entstehen. Entsprechende Pläne hat die Gemeinde Bonstetten jetzt veröffentlicht.

Demnach könnte der Lochenweiher, der sich südöstlich ausserhalb des Dorfes in der Nähe des Gartencenters Guggenbühl befindet, als «wertvolles Naherholungsgebiet» zugänglich gemacht werden, wie aus einem Beschrieb der Gemeinde hervorgeht.

Baden in einem kleinen Bereich

Das Konzept verfolgt die Vision, das Gelände in drei unterschiedliche Nutzungszonen aufzuteilen. Eine extensive Weidefläche im äussersten Westen, ein möglichst unzugänglicher, naturbelassener Teil im mittleren Westgürtel und ein für die Bevölkerung offen zugänglicher Bereich im östlichen Teil. Dieser Erholungsbereich soll den Besucherinnen und Besuchern einen freien Zugang zum Lochenweiher ermöglichen, um die Natur zu geniessen und zu schwimmen, ohne die empfindlichen ökologischen Strukturen des abgetrennten Naturraums zu stören.

Der Erholungsbereich soll aus einem frei zugänglichen Badebereich mit Steg, einem unter Wasser liegenden Holzbecken – mit einer Dimension von mindestens 25 mal 10 Metern – sowie einer naturbelassenen Liege­wiese bestehen. Die Infrastruktur beschränkt sich gemäss der Vorstudie auf eine Feuerstelle, Sitzbänke, Veloständer, einen Sichtschutz als einfache Umkleide, eine Dusche und eine Komposttoilette. «Geplant ist eine naturnahe Schwimm- und Badegelegenheit – auch für Nichtschwimmer – mit minimaler Infrastruktur, vergleichbar mit der Badewiese am nördlichen Bonstetten zugewandten Ufer des Türlersees», erläutert Gemeindepräsidentin Arianne Moser anlässlich einer Ortsbegehung mit dem «Anzeiger». Wobei die Betonung auf «Bade- und Schwimmgelegenheit» liegt. «Das soll kein Schwimmbad werden.» Weiter sagt sie: «Auf der Liegewiese kann man sich nach dem Bad noch gemütlich trocknen lassen und eventuell grillieren.» Zwar will man, dass die Bevölkerung den Weiher zur Erholung nutzen kann, doch Mehrverkehr mit Autos ist nicht angestrebt. Der Lochenweiher soll vor allem zu Fuss und per Fahrrad erreicht werden. Gemäss Vorabklärungen dürften ausserhalb der Öffnungszeiten des Gartencenters die Parkplätze von Guggenbühl genutzt werden. «Es wird ganz klare Benutzungsregeln geben, die wir einfordern werden», kündigt Arianne Moser an. «Wild­parkieren geht gar nicht.»

«Das ist ein megacooles Projekt für Bonstetten», sagt Arianne Moser weiter. Ob die Bevölkerung das auch so sieht, wird sich in diesen Wochen zeigen. Derzeit läuft eine Umfrage der Gemeinde, in der die Bürgerinnen und Bürger einige Fragen beantworten können. Der Fragebogen ist auf der Gemeindewebseite aufgeschaltet.

Kritik des Vereins Naturnetz Unteramt

Öffentlich gemeldet hat sich dazu bereits der Verein Naturnetz Unteramt. In einer Medienmitteilung meldet der Vorstand des Vereins eine Reihe an Bedenken an und fordert die Gemeinde auf, ein Projekt für eine Badi an einem anderen Ort vorzulegen.

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