«Das Wir kommt vor dem Ich»

Marcel Strebel sprach an der gut besuchten Feier in Hausen

Gemeindepräsident Stefan Gyseler (links) bedankt sich beim Festredner und Präsident der Standortförderung Marcel Strebel. (Bild Marianne Voss)

Gemeindepräsident Stefan Gyseler (links) bedankt sich beim Festredner und Präsident der Standortförderung Marcel Strebel. (Bild Marianne Voss)

Marcel Strebel, Präsident der Standortförderung, sprach in Hausen über Wohlstand, Genügsamkeit und eine Willkommenskultur. (Bild Marianne Voss)

Marcel Strebel, Präsident der Standortförderung, sprach in Hausen über Wohlstand, Genügsamkeit und eine Willkommenskultur. (Bild Marianne Voss)

Präzise zum Start der Feier vor dem «Löwen» in Hausen verzogen sich die Regenwolken, und die rund 100 Gäste genossen einen angenehmen Abend im Freien. Gemeindepräsident Stefan Gyseler begrüsste die Anwesenden und kündigte schon zu Beginn an, dass heute alle vier Strophen der Nationalhymne gesungen werden – und dies ohne instrumentale Begleitung. «Das ziehen wir durch», meinte er gut gelaunt. Um es vorwegzunehmen: Der Gesang durfte sich hören lassen.

In den vergangenen Jahren wurde der erste August in Hausen ohne Festansprache gefeiert. Jetzt war wieder ein Redner eingeladen worden, nämlich Marcel Strebel, Präsident der Standortförderung. Der Verwaltungsratspräsident der Anta Swiss AG in Knonau, wo der berühmte Abfallhai produziert wird, betonte unseren grossen Wohlstand im Hier und Jetzt. Er appellierte: «Bleiben wir genügsam und einfach in allem, was wir tun.» Wer bescheiden sei, wisse zu schätzen, was sie oder er habe. Sein zweiter Appell lautete: «Starten wir eine menschliche Integrationskultur.» Gelungene Integration bedeute, sich einer Gemeinschaft zugehörig zu fühlen. Er wies darauf hin, dass die Schweiz beschränkter und ärmer aussehen würde ohne die zugewanderten Mitmenschen aus anderen Ländern dieser Welt. «Bilden wir eine Willkommenskultur, welche die Schweizerinnen und Schweizer mit allen Gästen in unserm Land zum bestfunktionierenden Team-Schweiz macht. Vielleicht könnte das eine neue olympische Disziplin werden.» Abschliessend fasste er zusammen: «Zen­tral für unsere Gesellschaft ist: Das Wir kommt vor dem Ich.»

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