«Dieses Projekt prägt das Dorf für die nächsten Jahrzehnte»
Aufrichtefest für die Dreifachturnhalle mit Tagesstruktur in Hausen
Das Projekt hat eine Bedeutung über Hausen hinaus – und es hat eine Geschichte, die von einigen Hürden geprägt ist. Nachdem die Gemeindeversammlung Hausen im Dezember 2019 einen Projektierungskredit von 1.3 Millionen Franken für eine Dreifachturnhalle mit Tagesstrukturen gutgeheissen hatte, machte sich der Gemeinderat an die Arbeit. Im Dorf regte sich Widerstand gegen das Projekt, doch im November 2022 wurde es durch die Hausemer Stimmberechtigten mit 614 Ja zu 553 Nein genehmigt. Die Gesamtkosten betragen 21.8 Millionen Franken.
Der Baustart erfolgte erst im April 2024. Dies wegen einer Stimmrechtsbeschwerde, die bis vor Verwaltungsgericht geführt wurde. Die Gemeinde erhielt letztlich Recht. Bereits im Juni wurden die Aushubarbeiten unterbrochen, da ein Anbieter für die Baumeisterarbeiten Beschwerde eingereicht hatte. Der Grund: Er war nicht berücksichtigt worden. Fast ein Jahr verging, bis der Entscheid des Verwaltungsgerichts vorlag, gemäss welchem die Beschwerde gutgeheissen wurde. Die Gemeinde Hausen musste die Baumeisterarbeiten somit an den zweitplatzierten Bewerber vergeben. Im Herbst 2025 konnte dann aber die feierliche Grundsteinlegung durchgeführt werden, und seither schreitet der Bau gut voran.
Würdigung für die Arbeit
Am vergangenen Freitag ging es um ein erfreuliches Thema. Die am Bau Beteiligten waren zum Aufrichtefest eingeladen – zum ersten Anlass in der neuen Dreifachturnhalle, die sich noch im Rohbau befindet. Gemeindepräsident Sven Kammer begrüsste rund 100 Gäste: Handwerker, Baufachleute, Mitarbeitende der Gemeinde, Mitglieder des Gemeinderats und Vertretungen von Schulen und Vereinen. Er betonte: «Wenn man heute in dieser Halle steht, spürt man, dass hier etwas sehr Grosses entsteht. Dieses Projekt prägt das Dorf für die nächsten Jahrzehnte.» Dieser Bau verbinde Leben, Betreuung und Sport an einem zentralen Ort. «Einerseits bieten die neuen Räume für die Tagesstrukturen den Kindern Platz für den Mittagstisch, den Aufenthalt und das Spiel. Andererseits ermöglicht die grosse Turnhalle den Sport über alle Generationen hinweg.» Es gebe viele Vereine und Gruppen, die sehnlichst darauf warten. «Von den Jüngsten bis zu den Seniorinnen und Senioren – diese Halle gehört allen.»
An einem Aufrichtefest geht es in erster Linie um die Handwerkerinnen und Handwerker. Somit erhielten auch sie vor allen anderen grossen Dank und Applaus. «Ohne eure Muskelkraft, eure Präzision und euer tägliches Engagement stünden wir heute nicht unter diesem Dach.» Auch alle anderen, wie die Projektleitenden, die Verwaltung oder der Werkdienst, wurden für ihren Einsatz gewürdigt.
Toni Schönbächler, Gemeinderat und Vorsteher Hochbau, ist als Co-Projektleiter fast seit Anbeginn mit viel Herzblut am Ball des Neubaus. Schon vor bald 30 Jahren setzte er sich für den Bau einer neuen Turnhalle in Hausen ein. Er sagte: «Ich bin überzeugt, dass dieser Bau den Schülerinnen und Schülern, den Lehrpersonen, den Vereinen und der Bevölkerung grosse Freude machen wird. Der Sport, aber auch die Betreuung in der ausserschulischen Zeit werden in Hausen auf einen neuen Level gehoben.»
Nach den kurzen Reden genossen alle ein währschaftes Mittagessen. Wer dabei fehlte, war das Aufrichtebäumchen. Es wird in den kommenden Tagen hoch oben auf dem Dach platziert, wo es dann für alle sichtbar den Abschluss des Rohbaus verkündet.






