Ein Dorfteil, der sich stark verändert

Grosse Bauvorhaben im Obfelder Dorfteil Toussen

Visualisierung der Überbauung «Am Schliffibach» zwischen Dorfstrasse und Schliffiweg.(Visulalisierung entreé Generalunternehmung)

Visualisierung der Überbauung «Am Schliffibach» zwischen Dorfstrasse und Schliffiweg.(Visulalisierung entreé Generalunternehmung)

Die Gebäude in Vordergrund müssen der neuen Überbauung der Immocal AG weichen. Die Liegenschaft links im Bild muss auch weg. Dort entsteht die Überbauung «Am Schliffiweg».  (Bild Werner Schneiter)

Die Gebäude in Vordergrund müssen der neuen Überbauung der Immocal AG weichen. Die Liegenschaft links im Bild muss auch weg. Dort entsteht die Überbauung «Am Schliffiweg». (Bild Werner Schneiter)

An der Dorf- und Mettmenstetterstrasse in Obfelden entstehen gesamthaft 81 Wohnungen. Die rechtskräftigen Baubewilligungen sind vorhanden, und bald fahren die Baumaschinen auf. Auf dem Postareal nebenan gibt es eine Machbarkeitsstudie für 44 Wohnungen und ein Restaurant.

Eine Geduldsprobe

Für Bauwillige ist das Realisieren von Projekten auch in Obfelden eine Geduldsprobe. Das erste Baugesuch der Immocal AG, die an der Dorf- und Mettmenstetterstrasse 40 Wohnungen errichtet, datiert vom September 2022. «Wir mussten unsere Pläne viermal ändern», sagt Baucal-Inhaber Martin Fröhli. Es ging um Farben- und Materialkonzept, dazu um Photovoltaik und schliesslich um ein von der Gemeinde verlangtes Gutachten zum Thema «Eingliederung der Gebäude in den Ortskern». Dazu hat die Gemeinde nach den Worten von Gemeindepräsident Stephan Hinners ein unabhängiges Fachgutachten eingeholt. «Das nun vorliegende Projekt stimmt für uns», ergänzt er. Martin Fröhli ist froh, dass das Projekt nun realisiert werden kann. Die rechtskräftige Baubewilligung liegt vor. Ein Entwässerungskonzept ist vorhanden. Weitere Auflagen müssen aber noch «abgearbeitet werden». Der Abbruch von vier Gebäuden erfolgt voraussichtlich im Frühjahr/Sommer dieses Jahres. Allerdings wird hier beim Aushub noch eine aufwendige Altlastensanierung notwendig. Der Aushub soll Ende dieses Jahres erfolgen, der Rohbau 2027 und der Ausbau 2028. In vier neuen und gleichen Einheiten entstehen 40 Mietwohnungen, dazu zwei Untergeschosse für Parkierung. Die Erschliessung erfolgt über die Mettmenstetterstrasse. Auf dem rund 2600 Quadratmeter grossen Grundstück gilt verdichtete Bauweise; es wird also sehr gut ausgenützt und mit Photovoltaik ausgerüstet. «Der Wunsch nach Schrägdächern wurde der Gemeinde erfüllt», ergänzt Martin Fröhli.

«Am Schliffibach»

«Baubewilligungsverfahren sind mühsam», so der gleichlautende Befund von Peter Gautschi von entreé Generalunternehmung AG (Steinhausen). Auf der gegenüberliegenden Seite, im Dreieck Dorf- und Mettmenstetterstrasse sowie Schliffiweg, entstehen in vier neuen Gebäudeeinheiten 41 grosszügig konzipierte Mietwohnungen in der Grösse von zweieinhalb bis fünfeinhalb Zimmern. «Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir auch Eigentumswohnungen realisieren – alles in hoher Qualität», so Peter Gautschi. Ergänzt wird die Überbauung «Am Schliffibach» mit einem kleinen Laden und wenig Bürofläche bei der Kreuzung.

«Wir erwarten nun die Baufreigabe», sagt Gautschi. Der Abbruch der Liegenschaften wird nach Ostern erfolgen. Auch in diesem Fall wird mit einer zweijährigen Bauzeit gerechnet, sodass ein Bezug im Laufe des Jahres 2028 möglich ist.

Wichtige offene Fragen

Auch auf dem Postareal auf der gegenüberliegenden Seite sind 44 Wohnungen sowie ein Restaurant geplant. Laut Gemeindepräsident Stephan Hinners liegt inzwischen eine Machbarkeitsstudie vor, aber noch sind wichtige Fragen offen, etwa jene der Finanzierung: Soll diese durch die Gemeinde erfolgen oder soll sie das Land im Baurecht abgeben? Ist die öffentliche Hand aktiv, so dauert das länger als bei privaten Investoren. «Wir müssten da wohl dreimal an die Gemeindeversammlung und/oder an die Urne gelangen», hält Obfeldens Gemeindepräsident Stephan Hinners fest.

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