Feuerwerksverbot: Polizei zieht positive Bilanz
Neun Meldungen an Silvester eingegangen – Patrouillen haben nichts wahrgenommen
Im Jahr 1 des Feuerwerksverbots in der Stadt Affoltern ziehen Polizei und Stadtverwaltung eine positive Bilanz. «In der Silvesternacht gingen bei der Polizei lediglich neun Meldungen wegen des Abbrennens von Feuerwerk und Böllern ein», sagt Tobias Brutschi, bei der Stadt zuständig für Sicherheit.
Ausserhalb des Gemeindegebietes
Aber: «Auffällig war, dass sich mehrere Personen unmittelbar hinter der Ortstafel auf dem Gebiet von Hedingen aufhielten und dort Feuerwerk zündeten. Es ist daher möglich, dass einzelne Meldungen das Abbrennen von Feuerwerk ausserhalb des Gemeindegebiets von Affoltern betrafen», so Brutschi gegenüber dem «Anzeiger». Die Polizeipatrouillen der Stadtpolizei Affoltern hätten in Affoltern und Zwillikon selbst kein Feuerwerk wahrgenommen. «Auch die Menge an Feuerwerksüberresten blieb gering», sagt Brutschi. Ordnungsbussen mussten keine ausgesprochen werden. Aus Sicht der Polizei verlief der Jahreswechsel also ruhig und zufriedenstellend. Brutschi: «Zwar wurden trotz des Verbots wie erwartet vereinzelt Böller sowie lärmendes Feuerwerk gezündet, die Anzahl war jedoch nicht vergleichbar mit den Vorjahren, in denen jeweils grosse Mengen an Feuerwerksabfall entsorgt werden mussten und lärmendes Feuerwerk Menschen und Tiere erheblich erschreckte.» Das Feuerwerksverbot sowie die begleitende Kommunikationskampagne hätten sich bewährt und seien in der Bevölkerung bereits gut etabliert. Wie berichtet, hat das Stimmvolk an der Gemeindeversammlung der Stadt Affoltern vom 16. Juni des vergangenen Jahres seine Zustimmung zur Teilrevision der Polizeiverordnung, die ein Verbot für den Verkauf und das Abbrennen von lautem Feuerwerk auf dem Stadtgebiet künftig verbietet, bekundet. Hintergrund für die durch den Souverän abgesegnete Anpassung, die Raketen, Böllern und Ähnlichem auf Stadtgebiet den Riegel schiebt, ist laut einer Medienmitteilung der Stadt Affoltern vom März 2025 der Umstand, dass in den letzten Jahren das unkontrollierte Abfeuern von Feuerwerken im Bezirkshauptort stark zugenommen hatte. Dies führe zu einer grossen Belastung für Mensch, Tier und Umwelt in Form von Lärm, Feinstaub, Lichtblitzen und Feuerwerksabfällen. Ausgegangen waren die Bestrebungen, ein solches Verbot zu prüfen, laut Medienmitteilung sowohl vom Stadtrat wie auch von Teilen der Bevölkerung, die der Stadt ihre Besorgnis über die teils aus dem Ruder gelaufene Situation kundtaten.
Die Abteilung Sicherheit hofft nun, dass das Verbot künftig noch konsequenter eingehalten wird.


