Hedingen will Zentrumsplanung auf neue Stufe hieven

Die Gemeinde setzt neu auf eine Projektsteuerungsgruppe

Das Zentrum der Gemeinde Hedingen. (Archivbild Claude Hafner)

Das schmale Ortszentrum in Hedingen beschäftigt die Einwohnerinnen und Einwohner der fast 4000-Personen-­Gemeinde schon lange. Die Verzahnung von schmalen Strassen, Bahnübergang und Bahnhof sowie den Zufahrten zu Gewerbegebieten stellen einige Probleme dar. Vor gut fünf Jahren informierte die Gemeinde über eine geplante Ideenstudie. «Die Idee, das Zentrum zu entwickeln, haben wir schon länger», sagte Gemeindepräsident Ruedi Fornaro damals. Bei 16 Grundeigentümern und 30 teils sehr kleinen Parzellen sei es klar, dass es eine gemeinsame Planung braucht. Der Kreditantrag über 280000 Franken wurde an der Gemeinde­versammlung gutgeheissen.

Aufwertung und Belebung

Im Mai 2022 konnten die Studien­ergebnisse dann gezeigt werden. Die ­Gemeinde möchte eine Aufwertung und Belebung des Ortskerns. Angestrebt wird eine innere Verdichtung – Ziel ist gleichzeitig eine Stärkung der Zentrums­funktion mit einem Mix aus Wohn- und ­Gewerbenutzung sowie die Schaffung attraktiver, belebter Begegnungsräume mit hoher Aufenthaltsqualität. Und die Verkehrssituation gilt es zu verbessern, vor allem hinsichtlich des Werkverkehrs aus den nah gelegenen Gewerbegebieten.

Im Februar 2023 teilte der Gemeinderat mit, dass die Resultate der Ideenstudie in einen konkreten Überbauungsvorschlag überführt würden. Dazu rief man die Bevölkerung zur Mitwirkung in einer Planungsgruppe auf.

Wie die Gemeinde in der «Hediger Dorfzitig» jetzt schreibt, habe man zu Beginn des Jahres festgestellt, dass aus einzelnen Projektfeldern Schwierigkeiten hervorgingen. Daher will man nun eine Projektsteuerungsgruppe einsetzen. Diese besteht aus Personen der Gemeinde­verwaltung, den beteiligten Grundeigentümern, aus Raum- und Fachplanern. Dazu kommt eine wirtschaftsökonomische Beratung. Dabei soll ein Gesamtprojektleitungsteam den Planungsprozess auf eine neue Stufe hieven. Das Projekt umfasst mehrere Projektfelder. Auf der gemeindeeigenen Fläche «Juventus» soll ein neues Gemeindehaus entstehen. Auch wäre dort eine neue Erschliessungsstrasse zur Verkehrsentlastung möglich und eine unterirdische Parkraumgestaltung vorgesehen. Weiter schreibt die Gemeinde, dass die Verkehrsentlastung zu einem attraktiven Dorfplatz führen soll.

Infoveranstaltung Anfang 2025

Ein weiteres Projektfeld, das Magnolien­quartier zwischen Bahnhof und Zürcherstrasse, werde durch verschiedene private Grundeigentümer bebaut. In der angrenzenden Kernzone soll eine Zonenanpassung die Bebaubarkeit von Grundstücken verbessern und Möglichkeiten für zeitgerechte Neubauten bieten. Weiter gehen soll das Projekt mit einer Informationsveranstaltung im ersten Quartal 2025. An der Gemeindeversammlung im Dezember 2025 werde man gemäss der Gemeinde der Bevölkerung verschiedene Vorlagen unterbreitet. Eine Urnenabstimmung über die Projekt- und Kreditgenehmigung der neuen Erschliessungsstrasse und der Zentrumsplanung ist auf November 2026 geplant.

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