Platzregen während des Spatenstichs

Der feierliche Baubeginn der neuen Turnhalle im Albisbrunn war begleitet vom aprilhaften Wetter dieser Tage. Initianten, Jugendliche und Gäste liessen sich die Freude von den Wetterkapriolen aber nicht nehmen.

Noch hält der Himmel über dem Baugrund für die neue Turnhalle im Albisbrunn dicht. Die dunklen Wolken im Hintergrund künden jedoch den Platzregen an. (Bild Martin Platter)
Noch hält der Himmel über dem Baugrund für die neue Turnhalle im Albisbrunn dicht. Die dunklen Wolken im Hintergrund künden jedoch den Platzregen an. (Bild Martin Platter)

Es war eine grosse Gesellschaft, die am Montagmittag an der Grundsteinlegung der neuen Turnhalle im Albisbrunn teilnahm. Institutionsleitung, -trägerschaft und Stiftungsratsmitglieder des Albisbrunns wohnten dem Zeremoniell ebenso bei wie Mitarbeitende, Jugendliche, Politiker und Gäste.

Ruedi Jans, Gesamtleiter des Albisbrunn, zeichnete nochmals den Weg von der ersten Idee 2006 bis zum Tag des Spatenstichs der neuen Turnhalle nach. Stiftungsratspräsident Jean-Jacques Bertschi betonte die Wichtigkeit des Sports in der Gesellschaft. Sport sei wie komprimiertes Leben. In sehr kurzer Zeit lerne man bei sportlicher Aktivität alles, was es auch brauche, um ein erfolgreiches Leben zu führen. Er sei früher selber aktiver Sportler gewesen und habe es als Handballer bis in die Nationalliga A geschafft. Mannschaftssport sei eine gute Lebensschule, man lerne, Verantwortung zu übernehmen und sich fürs Kollektiv aufzuopfern, so Bertschi.

350000 Franken fehlen noch

Ausbildungsleiter Toni Schönbächler, der mit einer Masterarbeit über Fund Raising die Theorie in die Praxis übertrug, informierte über den Stand der Sammlung. Die Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, von den 3,9 Millionen Projektkosten 1,75 Millionen zu sammeln. «Rund 350000 Franken fehlen uns derzeit noch», erklärte Schönbächler. Er bedankte sich beim Team unter dem Coaching von Martin Gruber sowie der Stabsleitung von Theo Hertig und Claudia Gallmann, ohne das die Spendensammlung in diesem Ausmass nicht möglich gewesen wäre. Einen speziellen Dank richtete Schönbächler an die Gemeinden und die Serviceclubs Lions, Kiwanis und Rotarier, die das Bauvorhaben grosszügig unterstützt hätten.

Dann gings an den eigentlichen Spatenstich. Jugendliche hatten in der Lernwerkstatt aus Blech einen «Grundstein» in der Form der späteren Gebäudeumrisse konstruiert. Ins Innere legte Jans im Beisein der Zuschauer Projektstudien, Baupläne, Dokumentationen und Fotos der alten Turnhalle sowie ein Glas Honig, denn es mache sich nicht gut, in einer Einrichtung wie das Albisbrunn Wein dazuzugeben. Dann verschraubten Jans und ein Jugendlicher den Grundstein. Mittels Los wurde ein Jugendlicher ermittelt, der mit dem Bagger das Loch für die Grundsteinsetzung graben durfte. Spaten und weitere Jugendliche kamen schliesslich beim Zugraben des Lochs zum Einsatz. Einsetzender, heftiger Regen störte jedoch das Finale der Zeremonie. Bis im Sommer soll die neue Turnhalle mit Aufenthaltsbereich, Kraftraum, Kletterwand, zeitgemässen sanitären Anlagen, Solardach im Minergie-Standard fertiggestellt werden. Die sportlichen Aktivitäten finden bis dann im Freien oder extern statt.

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