Sport
04.10.2021

Säuliämtler Radsportler zeigten sich im besten Licht

Wie auf der Chügelibahn: Die Fahrer der «Radquer für alle»-Kategorie. (Bilder Martin Platter)
Auf dem Weg zum Sieg focht Jacqueline Schneebeli einen harten Zweikampf mit Lara Krähemann aus.
Ray Stauffacher von der IG Radquer Mettmenstetten, links, und Jorik Steiger vom Veloclub Maschwanden lieferten sich einen erbitterten Endspurt.

Wie auf der Chügelibahn: Die Fahrer der «Radquer für alle»-Kategorie. (Bilder Martin Platter)

Wie auf der Chügelibahn: Die Fahrer der «Radquer für alle»-Kategorie. (Bilder Martin Platter)
Auf dem Weg zum Sieg focht Jacqueline Schneebeli einen harten Zweikampf mit Lara Krähemann aus.
Ray Stauffacher von der IG Radquer Mettmenstetten, links, und Jorik Steiger vom Veloclub Maschwanden lieferten sich einen erbitterten Endspurt.

Auf dem Weg zum Sieg focht Jacqueline Schneebeli einen harten Zweikampf mit Lara Krähemann aus.

Wie auf der Chügelibahn: Die Fahrer der «Radquer für alle»-Kategorie. (Bilder Martin Platter)
Auf dem Weg zum Sieg focht Jacqueline Schneebeli einen harten Zweikampf mit Lara Krähemann aus.
Ray Stauffacher von der IG Radquer Mettmenstetten, links, und Jorik Steiger vom Veloclub Maschwanden lieferten sich einen erbitterten Endspurt.

Ray Stauffacher von der IG Radquer Mettmenstetten, links, und Jorik Steiger vom Veloclub Maschwanden lieferten sich einen erbitterten Endspurt.

Das Radquer in Mettmenstetten wurde für die Säuliämtler Radsportler zum Schaulauf vor Heimpublikum. Nicht allen ging es dabei gleich gut, aber alle gaben ihr Bestes. Bei der Elite überragten Jacqueline Schneebeli und Dario Lillo.

Von: Martin Platter

Standesgemäss begann das Radquer am vergangenen Sonntag in Mettmen-stetten am Morgen um 10 Uhr mit dem Start der grössten Kategorie «Cross für alle». 42 Männer und eine Frau preschten los – aber nur 42 kamen an. Lokalmadador Thomi Müller, bei der letzten Austragung 2019 noch Zweiter für die organisierende IG Radquer Mettmenstetten, ging bereits in der zweiten Kurve auf Gras zu Boden und danach gleich nach Hause. Tobias Lussi, ebenfalls von der IG, sprang in die Bresche und stürmte mit Vorsprung dem Feld davon. Doch Reto Walchli hatte etwas dagegen, fing Lussi noch auf der Zielgeraden ab und verdrängte ihn auf Platz zwei.

Spektakuläre Siegerposen und erbitterte Zweikämpfe

Das Rennen der Amateure/Junioren/Masters wurde eine Beute von Raphael Krähemann vor Simon Wäfler und Wanja Russenberger. Schnellster Junior wurde Alexandre Binggeli vor Francesco Caruso von der organisierenden IG RM. In den Schüler- und Kids-Cross-Kategorien schwangen zahlreiche Nachwuchsfahrer des Radrennclubs Amt obenaus. Besonders beeindruckend war die Siegfahrt von Shana Huber, die bei den Schülern U13/U15 auch gleich noch alle Buben hinter sich liess. Unübertroffen war die weit nach hinten gelehnte Siegerpose von U11-Fahrer David Kübler bei der Zieldurchfahrt –­ und der erbitterte Zweikampf zwischen Jorik Steiger vom Veloclub Maschwanden und Ray Stauffacher von der organisierenden IG RM.

Bei den U17 musste sich der Zwilliker Elia Felsberger diesmal mit dem undankbaren 4. Rang begnügen, nachdem er das letzte Mal in der U15-Kategorie noch gewonnen hatte. Die Ostschweizer Nicolas Halter, Sven Sommer und der Winterthurer Laurin Volkart waren stärker.

Müller mit Beinkrämpfen

Im Frauenrennen kämpften wie 2019 die Hauptikerin Jacqueline Schneebeli, Lara Krähemann und Zina Barhoumi um den Sieg. Es kam schliesslich zum Sprint zwischen Schneebeli und Krähemann, den die Säuliämtlerin mit einer Velolänge gewann. Ein besonderer Moment für die Siegerin, denn in Mettmenstetten fuhr sie vor zwei Jahren nicht nur ihr erstes Radquerrennen, sondern feierte auch gleich ihren ersten Radquersieg. Inzwischen arbeitet sie während der Radquersaison mit Andreas Fuhrer zusammen. Mit weiteren guten Cross-Resultaten will sich die 20-Jährige Oberämtlerin für die Europameisterschaften Anfang November in Holland empfehlen.

Das gleiche Ziel hat auch Timo Müller, der ebenfalls für die IG RM fährt. In seinem zweiten Eliterennen liess er sich, geflasht von der guten Stimmung an seinem Heimrennen, dazu hinreissen, in der Anfangsphase das Tempo des führenden Dario Lillo mitzuhalten. «Das büsste ich schmerzlich», fasste Müller nach dem Wettkampf zusammen. Er hatte derart überdreht, dass er bis auf den achten Platz zurückfiel und gegen Rennende mit Beinkrämpfen zu kämpfen hatte. Unter Aufbietung der letzten Reserven arbeitete er sich in der Folge noch auf den fünften Platz vor – und sicherte sich damit wenigstens den Titel des Zürcher Kantonalmeisters. «Mehr lag heute nicht drin – auch wenn ich insgeheim mit einem Podestplatz geliebäugelt hatte.»

An der Spitze zeigte Dario Lillo eine souveräne Vorstellung. In der vorletzten Runde entledigte er sich seines letzten Begleiters Eric Lüthi und fuhr zum Solosieg. Dritter wurde Hannes Jeker. Der ebenfalls für die IG RM startende Felix Stehli gab das Rennen auf.