Sport
28.11.2022

Ein überragender Wettkämpfer

Urs Müller konnte seine Spitzenposition, die er auf dem Rad herausgefahren hat, in einem spannenden Kampf auf dem Marathon verteidigen. (Bild Kurt Müller)

Urs Müller konnte seine Spitzenposition, die er auf dem Rad herausgefahren hat, in einem spannenden Kampf auf dem Marathon verteidigen. (Bild Kurt Müller)

Der Ironman Israel war spannend. Das knappste Resultat wurde in der Kategorie Männer 35–39 nach nahezu neun Stunden Wettkampfdauer gemessen: Der Stalliker Urs Müller gewann hauchdünn vor dem Italiener Vincenzo Tomasello – und die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2023 in Kona.

Von: Bernhard Schneider

Das Wasser im See Genezareth und die Lufttemperatur lagen bei 18 Grad, wobei die Sonne, wenn sie sich zwischen den Regengüssen kurz zeigte, rasch wärmte. «Vor allem auf dem Marathon waren die Bedingungen eigentlich ideal, weshalb auch sehr gute Zeiten gelaufen wurden. Gesamtsieger Patrick Lange benötigte für den abschliessenden Marathon lediglich 2:30 Stunden», stellt Urs Müller fest, «doch beeinträchtigte der Regen die Stimmung und die Zahl der Zuschauerinnen und Zuschauer.»

Coach Kurt Müller, der die Athleten des Teams Koach nach Galiläa begleitete, stellt fest, dass man im Umfeld der Ironman­strecke merkte, dass der Wettkampf hier sehr neu ist: «Die touristische Saison ist eigentlich beendet und der Ironman wird noch kaum realisiert. Ich fand nicht einmal eine Gelegenheit, um zwischendurch einen Kaffee zu ­trinken. Passantinnen und Passanten fragten mich, was denn hier überhaupt los sei.»

Der Wettkampf in der Kategorie von Urs Müller war an Spannung kaum zu überbieten. Urs schwamm die erste Hälfte der 3,85 Kilometer in 30:02 Minuten, die zweite Hälfte in 31:11 Minuten, womit er als Fünfter mit einem Rückstand von 4:52 Minuten aus dem Wasser stieg.

Seine Routine als ehemaliger Profi spielte er in der Wechselzone aus, in der er den Rückstand auf die Spitze um ­nahezu eineinhalb Minuten verringerte. Noch vor der Hälfte der 180 Radkilometer übernahm er die Führung, die er bis zum Wechsel auf den Marathon auf nahezu zehn Minuten ausbaute.

Dieser Vorsprung erwies sich als dringend erforderliches Polster, das vor allem auf den ersten Lauf-Kilometern zu schmelzen begann. Zwar wurde der Tritt der meisten Konkurrenten auf der zweiten Streckenhälfte langsamer, doch der Italiener Tomasello, der vom vierten Rang, auf dem er zu Beginn des ­Marathons lag, nach vorne stürmte und den Rückstand auf Urs bis Kilometer 36,7 auf 1:50 Minuten verringerte, lief zu diesem Zeitpunkt pro Kilometer 20 Sekunden schneller.

11 Sekunden Vorsprung im Ziel

Nun begann das Rechnen: Bliebe dieser Tempounterschied bis ins Ziel unverändert, werden die beiden auf die Sekunden genau gleichzeitig dort eintreffen. Kurt Müller orientierte Urs bei jeder Passage über den Stand des Rennens. Diesem gelang es, die Differenz zum direkten Verfolger geringfügig und doch entscheidend zu reduzieren, sodass er schliesslich 11 Sekunden Vorsprung ins Ziel retten konnte. Hier erwarteten ihn die Dopingkontrolleure, die auch Spitzenathleten unter den Amateuren unter die Lupe nehmen – zu Recht, wie Urs Müller meint, denn jede Kontrolle trage dazu bei, dass der Sport sauberer werde. Es sei zwar nach dem Finish nicht ganz einfach, doch die Kontrolleure seien sich daran gewohnt, dass zuerst reichlich getrunken werden müsse, bevor der Körper wieder Flüssigkeit abgeben könne.

Mit diesem Erfolg ist die neunte Hawaii-Qualifikation von Urs Müller Tatsache: «Das ist super für mich, denn mit Familie und Job ist mein Spielraum für Training und Wettkämpfe ­beschränkt. Nun kann ich mich auf den Formaufbau bis Oktober 23 konzentrieren, ohne den Zwang, bereits im ­Frühjahr für einen Qualifikations­wettkampf fit zu sein.»

Und Kurt Müller freut sich, dass sich mit Urs bereits der fünfte Athlet des Teams Koach für die WM in Hawaii 2023 qualifiziert hat – weitere dürften folgen.

 

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