Traumhaft in die neue Saison

Schachclub Wettswil überfährt Tribschen gleich mit 7:1

Wettswils Marcel Hug (links) gewann seine Partie spektakulär. (Bild Kaspar Köchli)
Wettswils Marcel Hug (links) gewann seine Partie spektakulär. (Bild Kaspar Köchli)

Der Schachclub Wettswil verpasste Ende Oktober 2025 im Entscheidungsspiel gegen Wollishofen den direkten Wiederaufstieg in die Nationalliga B – ergo startete er dieses Jahr abermals in der 1. Liga. Vor zehn Tagen gastierte Tribschen aus Luzern im Wettswiler Türmlihaus; das unfreundliche Regenwetter lud förmlich zu Aktivitäten in der Wärme ein. Die Ämtler hatten aufgrund der einzelnen Spielerratings die Favoritenrolle inne.

Wettswil früh auf Kurs

Ohne Aufwand gingen die Heimischen in Führung, beziehungsweise sie fiel ihnen in den Schoss. Ein Luzerner reiste aus unbekannten Gründen nicht an, was nach einer Stunde reglementarisch seine Forfaitniederlage bedeutete. Wettswil gab nun Gas. Mit drei Vollerfolgen und einem Remis waren nach drei Stunden die siegsichernden viereinhalb Punkte bereits realisiert. Einen Augenschmaus bedeutete dabei die Partie von Marcel Hug, der den stärksten gegnerischen Widersacher traumhaft überrollte. Nach weiteren Wettswiler Erfolgsmeldungen stand am Schluss das unglaubliche Resultat von 7:1 zu Buche. Bemerkenswert war zudem, dass sich kein Ämtler geschlagen geben musste. Der Triumph stellte den höchsten Startsieg der gesamten ersten Liga dar. Später beim feierlichen Nachtessen meinte Wettswils Ex-Schweizer-Meister von 1983, Andreas Huss, lachend: «Nach einer Runde schon zuoberst, die Leaderposition lassen wir uns nicht mehr nehmen.» Beim nächsten von insgesamt sieben Wettkämpfen geniesst der Schachclub Wettswil am 18. April gegen Entlebuch nochmals Heimrecht.

Schweizer Meisterschaft, 1. Liga, Wettswil vs. Tribschen 7:1; Andreas Huss – Daniel Portmann 1:0; Marcel Hug – Daniel Lustenberger 1:0; Thomas Kuhn – Bruno Haltmeier 1:0; Hanspeter Bieri – Toni Riedener remis; Werner Aeschbach – Christoph Sterkman remis; Theo Heldner – Thomas Bachmann 1:0; Kaspar Köchli – Wim Schorno 1:0; David Klee – Flurin Yenigün 1:0

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