430'000 Franken für Umbauten
Die Primarschule Obfelden kann das Schulhaus D und ein ehemaliges Lehrerzimmer in einen Werkraum umbauen sowie Anpassungsarbeiten im Schulhaus A vornehmen. Die ausserordentliche Gemeindeversammlung sagte deutlich Ja zum Baukredit von 430’000 Franken.

Schulpräsident Werni Kurt begrüsste am Dienstag 71 Stimmberechtigte zur ausserordentlichen Gemeindeversammlung, die an diesem Champions-League-Abend über ein einziges Geschäft befinden mussten: Umbau und Anpassungsarbeiten in den Schulhäusern D und A. Nach den Worten von Martin Birrer, Leiter des Ressorts Infrastruktur, sind es insbesondere feuerpolizeiliche und elektrotechnische Änderungen. Dazu gehören unter anderem brandschutzgerechte Türen und Decken sowie neue Bodenbeläge, dazu die Erneuerung der Beleuchtung. Im Weiteren müssen vier Elektrotableaus ersetzt werden. Die «Elektroarbeiten» stellen mit 120'000 Franken den grössten Posten dar. – Im Projekt sind ausserdem der Umbau eines Lehrerzimmers in einen Werkraum und eine Schulzimmervergrösserung im Schulhaus A vorgesehen.
«Pflästerlipolitik»?
Die Rechnungsprüfungskommission empfahl Annahme der Vorlage, gleichwohl gabs ein paar kritische Voten aus dem Kreis der Stimmberechtigten. Da sprach jemand von einer «Pflästerlipolitik» und stellte die Frage, weshalb nicht auch das marode Dach gleich einer umfassenden Sanierung unterzogen werde. «All das ist eine Kostenfrage. Wir müssen sorgsam umgehen mit unseren Finanzen. Wenn wir etwas flicken können, dann müssen wir auf eine Gesamtsanierung verzichten», entgegnete Martin Birrer. Und er betonte, dass bei den von der Schulpflege im vorliegenden Projekt verpackten Massnahmen im Elektrobereich gleichzeitig das Einhalten von Auflagen und Vorschriften unumgänglich sind. «Das Gebäude ist noch absolut tauglich für Unterricht – auch wenn wir schon an einen Abbruch gedacht haben. Das können wir uns aber nicht leisten. Wir haben noch ältere Räume», sagte Birrer.
Die Frage, was mit den Mieteinnahmen der Primarschule in der Höhe von 240’000 Franken passiere, beantwortete Martin Birrer mit dem Hinweis auf die Investitionen in den Unterhalt und in den laufenden Betrieb. «Pro Jahr ist das rund eine halbe Million Franken für Werterhalt», schloss er.
In der Abstimmung sprachen sich 61 Stimmberechtigte für den Baukredit von 430'000 Franken aus – bei einigen Nein-Stimmen und Enthaltungen.


