Nicht jede Säuliämtler Gemeinde ist als Wohnort gleich attraktiv
Die UBS veröffentlicht zum zweiten Mal ihren Wohnattraktivitätsindikator

Die Nähe zu den Zentren Zürich und Zug, die gute Verkehrsanbindung, die vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten, die Freizeitangebote, die Nähe zur Natur: Im Säuliamt lässt sich gut leben. Allerdings gibt es von Gemeinde zu Gemeinde durchaus Unterschiede, was die Wohnattraktivität angeht. Dies geht aus dem Wohnattraktivitätsindikator 2026 der Grossbank UBS hervor.
Zum zweiten Mal nach 2024 hat die UBS mit einer Analyse sämtlicher Schweizer Gemeinden in zehn Regionen die attraktivsten Wohnorte ermittelt. Bewertet wurden dabei Infrastruktur, Freizeitmöglichkeiten und Lebenshaltungskosten. Fazit: Für eine Familie mit zwei Kindern und einem durchschnittlichen Einkommen sind mittelgrosse Städte attraktiver als Grosszentren. In der Region Zürich-Aargau-Schaffhausen eruierte die Studie als attraktivste Wohnorte Aarau (AG) vor Baden (AG) und Schaffhausen. Zürich folgt erst auf Platz vier. Die Wohnattraktivität von diesen vier Orten und rund einem Dutzend weiteren in der Region Zürich stuft die Studie als «weit überdurchschnittlich» (höchste Stufe) ein.
Sechs Säuliämtler Gemeinden überdurchschnittlich attraktiv
Die acht nördlichen Säuliämtler Gemeinden wurden allesamt als «überdurchschnittlich» (Aeugst, Affoltern, Bonstetten, Obfelden, Stallikon und Wettswil) oder «durchschnittlich» (Hedingen, Ottenbach) taxiert; sie werden in der UBS-Studie der Region Zürich-Aargau-Schaffhausen zurechnet. Die sechs südlichen Gemeinden, die der Region Zentralschweiz zugeteilt wurden, erhielten die Prädikate «durchschnittlich» (Hausen, Mettmenstetten) und «unterdurchschnittlich» (Kappel, Knonau, Maschwanden, Rifferswil). Als «weit unterdurchschnittlich» (tiefste Stufe) wurde die Wohnqualität in keiner der Gemeinden im Bezirk Affoltern eingestuft.
Was für die Regionen Zürich-Aargau-Schaffhausen und Innerschweiz gilt, trifft auch auf die übrige Schweiz zu: In neun der zehn untersuchten Regionen sind mittelgrosse Städte die attraktivsten Wohngemeinden. Neben Aarau heissen die Spitzenreiter Solothurn, Fribourg, Sion, Luzern, Chur und St. Gallen (alles Kantonshauptorte) sowie Vevey und Lugano. Einziges Grosszentrum mit einer Top-Platzierung ist Basel.
Laut der UBS-Studie bieten mittelgrosse Städte in allen Landesteilen eine «gut ausgebaute Infrastruktur, vielfältige Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten sowie Zugang zu diversen Dienstleistungen – beispielsweise im Bereich Bildung und Kinderbetreuung».
Gleichzeitig wiesen die meisten mittelgrossen Städte Lebenshaltungskosten auf, die deutlich unterhalb derjenigen der Grosszentren liegen. Besonders spürbar sei dieses Gefälle rund um Zürich. So lägen die Kosten in Aarau und Schaffhausen 28 beziehungsweise 34 Prozent unter dem Niveau von Zürich. In Vevey, um ein weiteres Beispiel zu nennen, sind sie 15 Prozent tiefer als in Genf. Dieses günstige Verhältnis zwischen Standortqualität und Kosten mache die mittelgrossen Städte für Familien zu attraktiven Standorten.
Nebst den Zentren würden auch viele Agglomerationsgemeinden wie Zollikon, Baar, Granges-Paccot (FR), Gaiserwald (SG) oder Morges (VD) eine hohe Wohnattraktivität aufweisen. Sie profitierten von guter Erreichbarkeit und hoher Lebensqualität und böten oft tiefere Steuern oder Wohnkosten als die benachbarten Zentren.
Lesen Sie hier weiter.


