72 Stunden Abenteuer für die Allgemeinheit
Aktion 72 Stunden auch im Säuliamt
72 Stunden lang haben schweizweit rund 28000 Kinder und Jugendliche für den guten Zweck gehämmert, gebacken, gestaltet und gelacht. Auch im Knonauer Amt waren überall Kinder und Jugendliche in den markanten orangen T-Shirts auszumachen. In Bonstetten etwa haben die Pfadi Albis und Felsenegg sowie der Cevi Bonstetten Hedingen auf Bestellung gebacken. Unterstützung bekamen sie von den Bäckereien Pfyl in Hedingen und Betschart in Bonstetten.
Die Cevianer seien auch in der Landwirtschaft aktiv gewesen, verrät Abteilungsleiter Matthias «Hubble» Bächler. So haben sie Holz gespaltet und Kisten gereinigt, Kartoffeln geerntet und Kürbisse gewogen. Weiter halfen sie bei der Bewirtschaftung von Wald und beim Rückschnitt von Sträuchern. Den gesellschaftlichen Höhepunkt bildete die Cevi-Chilbi vom Sonntagnachmittag mit einem Geländespiel im Dorf.
Erntehilfe und Kleidersammlung
Ein Hotspot war sicher auch der Kronenplatz in Affoltern. Hier hatte die Pfadi Säuliamt ihr Zelt aufgeschlagen. Noch eindrücklicher war aber der grosse Aussichtsturm. Mit insgesamt 170 Personen – Leiterinnen und Leiter sowie Mädchen und Knaben aller Stufen – lässt sich einiges machen. So verdingte sich rund ein Drittel als Erntehelfer für Zwetschgen und Kartoffeln und halfen bei der Pflege im Naturschutz. Gleichzeitig stellten sich andere den «Crazy Challenges», kleine Projekte und Aufgaben rund um den Kronenplatz. Ein Hauptziel der Pfadi Säuliamt war das Sammeln von Kleidern für die YoungCaritas. Wer Kleider brachte, durfte dafür ein kleines, von Pfadis gebasteltes Geschenk mitnehmen, etwa eine Himmellaterne oder ein Jojo. Die ältesten Kinder schliesslich verwöhnten die Besucher mit Pizzas und Getränken.
Auch die Jubla Säuliamt mischte in der Aktion kräftig mit. So errichteten sie wie schon bei der letzten 72-Stunden-Aktion einen Totempfahl für Ottenbach (der letzte fiel Vandalen zum Opfer, der «Anzeiger» hat berichtet). Weiter halfen die Jublaner bei der Pflege von Naturschutzgebieten und unterhielten betagte Menschen in der Langzeitpflege des Spitals Affoltern.
Freiwilligenarbeit sichtbar machen
«Die Aktion 72 Stunden hat gezeigt, wie stark sich Kinder und Jugendliche ehrenamtlich für die Gemeinschaft engagieren und wie wichtig Freiwilligenarbeit ist», so Patricia D’Incau, Co-Projektleiterin Aktion 72 Stunden. Rund 1 Million Stunden unentgeltliche Arbeit wurden während des Projekts – das ist etwa zehnmal mehr, als eine durchschnittliche Schweizerin oder ein durchschnittlicher Schweizer während eines ganzen Arbeitslebens schafft. «Die Kinder und Jugendlichen engagieren sich jedoch nicht nur an den drei Tagen der Aktion 72 Stunden: Jede Woche und jedes Wochenende leisten sie in Jugendorganisationen Freiwilligenarbeit. Dieses Engagement sichtbar zu machen war unser Ziel», so D’Incau. (tst.)






