8000 Liter Wasser pro Minute aus der Reuss
Die Feuerwehr-Stützpunkte Affoltern und Muri übten Zusammenarbeit über die Kantonsgrenze hinaus
«...Wasserbezugsort ist unsere Reuss», quittiert Thomas Strebel, Kommandant der Stützpunktfeuerwehr Muri den Auftrag, den er soeben vom Affoltemer Einsatzleiter Alex Smolinsky erhalten hat. «Nein, unsere Reuss», korrigiert dieser. Die Reuss trennt hier den Kanton Zürich vom Kanton Aargau und damit auch die Bezirke Affoltern und Muri.
Die Stützpunktfeuerwehren der beiden Bezirke hat der Grenzfluss vergangenen Freitagabend allerdings zusammen gebracht. In einer gemeinsamen Übung haben die Feuerwehrleute über vier Kilometer Schläuche verlegt. Beidseits der Kantonsstrasse wurden in je vier Leitungen à 75 mm Durchmesser insgesamt 8000 Liter pro Minute von der Reuss zum Übungsobjekt vor der Rickenbacherstrasse befördert. Die Hälfte dieser Wassermassen benötigt allein die grosse Betonpumpe. Eindrückliche 130 Meter beträgt deren Wasserwurf-Reichweite, so eine Erkenntnis der gelungenen Übung.
Das Miteinander funktioniert
Die Feuerwehrautos haben zwar eine andere Farbe – diesseits der Reuss sind sie Lemon, jenseits in klassischem Rot – und in Affoltern werden die Transportschläuche aufgespindelt, in Muri gefaltet. Das wäre es dann allerdings bereits mit den Unterschieden, darüber waren sich die beiden Stützpunkt-Kommandanten Marcel Büchner (Affoltern) und Thomas Strebel (Muri) einig.
Dass das Miteinander funktioniert, zeigte sich nicht nur an der Übung selber, sondern auch danach. Obwohl nach der Materialschlacht das Retablieren der Schläuche bis lang nach dem offiziellen Übungsende andauerte, traf man sich noch auf eine Wurst im Feuerwehrdepot Obfelden. Und je länger der Abend dauerte, umso mehr durchmischten sich die Gruppen.














