Bezirk Affoltern
16.05.2022

Christian Bachmann wird Gemeindepräsident in Maschwanden

Christian Bachmann. (Archivbild)

Christian Bachmann. (Archivbild)

Der bisherige Gemeinderat Christian Bachmann wird in Maschwanden neuer Gemeindepräsident und ab 1. Juli Nach­folger von Christian Gabathuler. Im zweiten Wahlgang, bei dem das relative Mehr gilt, distanzierte er Konkurrent Ernst Humbel um 43 Stimmen.

Von: Werner Schneiter

Bei einer Stimmbeteiligung von knapp 55 Prozent haben sich die Maschwander Stimmberechtigten klar für den bisherigen Gemeinderat und Vorsteher Soziales/Gesundheit Christian Bachmann entschieden. Er kam im zweiten Wahlgang auf 135 Stimmen; für Ernst Humbel votierten 92. Das sind exakt so viele Stimmen, die der Landwirt im ersten Wahlgang am 27. März erreicht hat – damals neun weniger als Informatiker Bachmann, der am Sonntag nun zulegen konnte und sich natürlich über die Wahl freut. «Für das Vertrauen danke ich der Stimmbevölkerung», sagte er, der seit zehn Jahren Mitglied des Gemeinderates ist, vorerst als Tiefbauvorsteher, heute als Ressortchef Gesundheit und Soziales. Die Finanzen im Lot halten – das gehört zu einem seiner Grundanliegen, ohne dass er dieses Ressort anstrebt. Für Bachmann sind in diesem Zusammenhang weder Diskussionen über eine Steuererhöhung noch über Gemeindefusionen Tabuthemen.

Keinen Neuen gleich als Präsidenten?

Möglicherweise ist seine bisherige Erfahrung in der Exekutive ein Grund für seine Wahl zum Präsidenten. Ernst Humbel weiss natürlich als langjähriger Primarschulpfleger auch, wie eine Behörde funktioniert. Offenbar will man aber keinen Neuen im Gemeinderat gleich als Präsidenten. Ob sein Wahlflyer, auf dem er sich mit drei Kandidierenden und ohne Christian Bachmann gezeigt hat, die Wahl ebenfalls beeinflusst hat – darüber lässt sich nur spekulieren.

Im Gemeinderat sieht Ernst Humbel seine künftige Zusammenarbeit, namentlich mit Christian Bachmann, überhaupt nicht als Problem. Den Hinweis, er werde für eine sachlich-konstruktive Zusammenarbeit einstehen, hat er schon vor dem ersten Wahlgang platziert. Effizient und unkompliziert müsse dort die Arbeit gestaltet werden.