Bezirk Affoltern
01.04.2019

Wohneigentümer blicken besorgt in die Zukunft

Ein Präsent für den Gast: Hans Egloff, Nationalrat und Präsident des Hauseigentümerverbandes Schweiz, mit Aktuarin Anne-Marie Bischofberger und Präsident Réne Homberger (von links) vom HEV Albis. <em>(Bild Martin Mullis)</em>

Ein Präsent für den Gast: Hans Egloff, Nationalrat und Präsident des Hauseigentümerverbandes Schweiz, mit Aktuarin Anne-Marie Bischofberger und Präsident Réne Homberger (von links) vom HEV Albis. (Bild Martin Mullis)

Die Mitglieder des Hauseigentümerverbands Albis (HEV) trafen sich zur 55. Vereinsversammlung im Kasinosaal in Affoltern. Neben den statutarischen Geschäften waren auch die vergangenen Regierungs- und Kantonsratswahlen ein Thema.

von martin mullis

Die Vereinsversammlung des HEV Albis vom letzten Freitagabend war einmal mehr ein wichtiger gesellschaftlicher Anlass. Präsident Réne Homberger durfte nicht nur gegen 350 Verbandsmitglieder, sondern auch eine ganze Reihe prominente Politiker, sowie einige Ehrenmitglieder herzlich willkommen heissen. An den festlich gedeckten Tischen sassen Hans Egloff, Nationalrat und Präsident des Hauseigentümerverbandes Schweiz, Hans-Ulrich Bigler, Nationalrat und Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes sowie Albert Leiser, Direktor der beiden Hauseigentümerverbände Stadt und Kanton Zürich. Stadtpräsident von Affoltern, Clemens Grötsch, alt NR Toni Bortoluzzi und einige Gemeindepräsidenten und Gemeinderäte aus dem Säuliamt verfolgten ebenfalls das Geschehen im Kasinosaal.

Die statutarischen Geschäfte wurden zügig erledigt und allen Traktanden mit grosser Mehrheit zugestimmt. Die vom Kassier vorgestellte Jahresrechnung zeigte einen zufriedenstellenden Abschluss. Die Vorstandsmitglieder Dominique Lipp und Erwin Höfliger wurden turnusgemäss wiedergewählt.

HEV ist kein Profit-Unternehmen

Dank den gesunden Finanzen wird der Mitgliederbeitrag unverändert beibehalten. Präsident Réne Homberger wies auf den am 22. Juni 2019 stattfindenden grossen Familienanlass des HEV hin. Auf dem Event-Hof Stöckweid der Familie Duperrex veranstaltet der HEV gemeinsam mit der Zurich Versicherung ein attraktives Fest. Homberger wies im Weiteren auf den neuen Auftritt des HEV im Internet hin, wo auch ein digitales Handwerkerverzeichnis zu finden ist. Der HEV ist gut vernetzt, hielt er fest, jedoch kein Profit-Unternehmen.

Das Grusswort von Nationalrat und Präsident des HEV Schweiz, Hans Egloff, erhielt von den Mitgliedern im Kasinosaal ganz besondere Aufmerksamkeit. Egloff versprach, sich kurz zu halten, obwohl er hier, anders als im Parlament in Bern, keine Redezeitbeschränkung fürchten müsse. Er betonte die Wichtigkeit des HEV, ganz besonders im Hinblick auf die kürzlich erfolgten Wahlen von Regierungs- und Kantonsrat.

Sorgen der Hauseigentümer in den nächsten vier Jahren

Die neue politische Mehrheit, so Nationalrat Egloff, bedeute für die Wohneigentümer eine eigentliche Katastrophe. Es werde den Hauseigentümern in den nächsten vier Jahren nicht gut gehen, prophezeite er.

Als positives Ergebnis der politischen Auseinandersetzung erwähnte er, dass die Abschaffung des Eigenmietwertes sich auf gutem Wege befinde. Zum Schluss seiner Ausführungen hielt er fest, dass die 330’000 Mitglieder des HEV Schweiz in Bundesbern durchaus eine wichtige Stimme in Anspruch nehmen dürfen. In einem kurzen Gespräch mit dem «Anzeiger» am Rande der HEV Vereinsversammlung, betonte Nationalrat und Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes, Hans-Ulrich Bigler, dass der HEV als bürgerliche Institution für die Eigentumsrechte der Wohneigentümer kämpfe.

Kabarettist Thomas Lötscher aus dem Entlebuch, bekannt als «Abwart Veri», lockerte die ernsten und etwas sorgenvollen Themen mit seinen nicht nur witzigen, sondern auch bissigen Worten wieder auf und erntete viel Applaus. Präsident Homberger durfte nach dem Nachtessen, trotz der trüben politischen Grosswetterlage, gut gelaunte Mitglieder verabschieden.